Springer quartiert sich bei Airbnb ein

Publishing Jetzt steigt Springer also doch beim Übernachtungsportal Airbnb ein: Im Herbst gab es bereits Gerüchte, dass die Berliner sich an dem Startup beteiligen wollen. Springer erwirbt einen „geringen Anteil“ an der Web-Company, die in direkter Konkurrenz mit dem Samwer-Klon Wimdu und Stephan Uhrenbachers 9flats.com steht. Den Kaufpreis bezahlt Springer zum Teil in bar und in Medialeistung. Damit wird das Medienhaus offiziell strategischer Vermarktungspartner der Amerikaner für den deutschen Markt.

Werbeanzeige

Jetzt steigt Springer also doch beim Übernachtungsportal Airbnb ein: Im Herbst gab es bereits Gerüchte, dass die Berliner sich an dem Startup beteiligen wollen. Springer erwirbt einen „geringen Anteil“ an der Web-Company, die in direkter Konkurrenz mit dem Samwer-Klon Wimdu und Stephan Uhrenbachers 9flats steht. Den Kaufpreis bezahlt Springer zum Teil in bar und in Medialeistung. Damit wird das Medienhaus offiziell strategischer Vermarktungspartner der Amerikaner für den deutschen Markt.

Die Startseite von Airbnb.de

Die Marketing-Aktivitäten sollen sowohl in den Online-, wie auch den Print-Publikationen von Springer laufen. Darüber hinaus wird Immonet exklusiver Vermarktungs- und Markenpartner von Airbnb im Segment der Vermietung von Unterkünften zwischen Privatpersonen. Damit scheinen die Berliner zusammen mit dem US-Unternehmen einen ähnlichen Plan zu verfolgen wie bereits 9flats.com und Immobilienscout24. Denn erst vor wenigen Tagen gaben die Telekom-Tochter und das deutsche Bettenportal ein ähnliche Marketingpartnerschaft bekannt.

“Der Umfang des Medienangebots von Axel Springer ist für uns extrem hilfreich, unsere Erfolgsgeschichte und unser Wachstum in Deutschland weiter fortzusetzen“, sagte Gunnar Froh, Country Manager Deutschland von Airbnb. „Wir freuen uns, mit Axel Springer eines der in Europa führenden Medienunternehmen in Bezug auf Online- und Offline-Reichweiten als Investor und engen künftigen Partner in Deutschland gewonnen zu haben."

Im Herbst hatte Froh Springer noch via Spiegel eine Absage erteilt. Das Medienhaus war offenbar bereit, rund 70 Millionen Euro in das Startup, zu dessen Investoren auch der Hollywoodstar Ashton Kutcher gehört, zu stecken. Der Deal kam nicht zustande, weil die früheren Geldgeber bereits bereit waren, die nächste Finanzierungsrunde von 112 Millionen Dollar zu bestreiten. "Frühere Geldgeber haben bei nachfolgenden Finanzierungen ein Mitspracherecht. 70 Millionen Euro wären viel zu viel", erklärte Froh damals im Spiegel. Sein Unternehmen wird seit der letzten Finanzierungsrunde mit 1,3 Milliarden Dollar bewertet. Bisherige Geldgeber sind namhafte US-Wagniskapitalgeber wie Andreessen Horowitz und Sequoia Capital.

"Airbnb ist eines der spannendsten und dynamischsten Internet Start-ups aus dem Silicon Valley“, kommentierte Jens Müffelmann, Leiter Geschäftsführungsbereich Elektronische Medien der Axel Springer AG. „Als Medienpartner werden wir Airbnb beim Ausbau der marktführenden Stellung unterstützen."

Mit der Unterstützung von Springer und der gewohnten Aggressivität der Samwer-Brüder dürfte es in den kommenden Monaten in Deutschland zu einem höchst spannenden Duell mit dem Konkurrenten Wimdu kommen. Zudem gibt es mit 9Flats, die die Telekom im Rücken haben, einen dritten ambitionierten Player.

Trotz der wesentlich dünneren Finanzdecke schlägt sich 9flats in Deutschland höchst respektabel – zumindest was die Besucherzahlen betrifft. Laut dem Google-Ad-Planer erreichte 9Flats im November hierzulande rund 32.000 Unique Visitors. International waren es 76.000. Wimdu kam global lediglich auf 47.000 – in Deutschland aber auf 63.000. Die US-Amerikaner von Airbnb liegen bei einer internationalen Besucherzahl von rund einer Million Unique Visitors, wovon 57.000 aus Deutschland kommen.

Werbeanzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Werbeanzeige

Werbeanzeige