Facebook beantragt Börsenzulassung

Der Tag X ist da: Über Jahre wurde spekuliert, wann Facebbok den Gang an die Börse wagen würde, nun ist es offiziell. Gestern Abend nach Handelsschluss an der Wall Street reichte Facebook seinen Zulassungsantrag, das sogenannte "S1-Filing", bei der Börsenaufsicht SEC ein. Wie erwartet strebt Facebook eine Bewertung von bis zu 100 Milliarden Dollar an und will beim IPO fünf Milliarden Dollar erlösen. Gründer Mark Zuckerberg hält mehr als 28 Prozent am Unternehmen – und wäre damit bis zu 28 Milliarden Dollar schwer.

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Der Tag X ist da: Über Jahre wurde spekuliert, wann Facebbok den Gang an die Börse wagen würde, nun ist es offiziell. Gestern Abend nach Handelsschluss an der Wall Street reichte Facebook seinen Zulassungsantrag, das sogenannte "S1-Filing", bei der Börsenaufsicht SEC ein. Wie erwartet strebt Facebook eine Bewertung von bis zu 100 Milliarden Dollar an und will beim IPO fünf Milliarden Dollar erlösen. Gründer Mark Zuckerberg hält weiter mehr als 28 Prozent am Social Network – und wäre damit bis zu 28 Milliarden Dollar schwer. 
Facebook hat es getan: Den 200 Seiten dicken Zulassungsantrag auf Listing an der Wall Street bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht. Damit ist es nach Jahren der Spekulationen offiziell: Facebook wird eine öffentlich gehandelte Aktiengesellschaft. Den Handel will das weltgrößte soziale Netwerk im zweiten Quartal aufnehmen, vermutlich im Mai. Konsortialführer wird erwartet Morgan Stanley.
Die Fundmentaldaten des IPOs kursierten bereits in den letzten Tagen: Eine Bewertung zwischen 75 und 100 Milliarden Dollar strebt das acht Jahre alte Internet-Unternehmen an und will bei der Emission nur einen Unternehmensteil in Höhe von  5 Milliarden Dollar an die Börse bringen – im Bestfall also nur 5 Prozent des Unternehmens. 
12 Prozent der Erlöse stammen von Zynga
Doch der Zulassungsantrag enthüllte noch mehr: Etwa die Unternehmensbilanz für das abgelaufene Geschäftsjahr, die Facebook nach dem Überschreiten der Aktionärsgrenze in jedem Fall hätte bis Ende des ersten Quartals veröffentlichen müssen. 1 Milliarde Dollar verdiente Facebook im vergangenen Jahr bei Umsätzen von 3,7 Milliarden Dollar.
Die Erwartungen hatten zuletzt bei 1,5 Milliarden Dollar bei Erlösen von 3,8 Milliarden Dollar gelegen. Facebook konnte seine Gewinne damit um 66 Prozent steigern; die Erlöse zogen um 88 Prozent an. Die reinen Werbeerlöse legten gar nur um 42 Prozent auf 3,2 Milliarden zu. Erlöse durch Bezahlinhalte von Drittanbietern wie Zynga schossen dagegen um über 500 Prozent auf 557 Millionen Dollar empor. Zynga ist damit bereits für 12 Prozent der Facebook-Umsätze verantwortlich. 
Mehr als die Hälfte der Facebook-Nutzer loggt sich täglich ein
Auch die definitiven Mitgliederzahlen wurden enthüllt. Auf 845 Millionen Nutzer, die mindestens einmal im Monat  aktiv waren, kam Facebook bereits Ende 2011. Das ist ein beachtlicher Zuwachs von 39 Prozent binnen eines Jahres. Ebenfalls bemerkenswert: 483 Millionen Nutzern loggen sich täglich in das weltgrößte Social Network ein! Und: Die Hälfte aller Mitglieder (425 Millionen) nutzt Facebook mobil. 
Ebenfalls bekannt wurde durch den Zulassungsantrag Mark Zuckerbergs genauer Anteil am Internet-Unternehmen, das er ziemlich genau vor acht Jahren gründete. Es sind exakt 28,4 Prozent – und damit doch ein paar Prozent mehr als zuletzt kursierte.

"Wir erschaffen keine Dienste, um Geld zu machen"

Der 27-jährige ist damit im Bestfall der Emission enorme 28,4 Milliarden Dollar schwer – schlechtestenfalls sind es immer noch 21 Milliarden Dollar. Man kann es drehen und wenden, wie man will: Mark Zuckerberg dürfte damit offiziell der vermögendste Studienabrecher der Welt sein.

Weise Worte wollte Zuckerberg den zukünftigen Aktionären und der Internet-Welt trotzdem mit auf den Weg geben: "Wir erschaffen keine Dienste, um Geld zu machen. Wir machen Geld, um Dienste erschaffen zu können", erklärte der Gründer und Vorstandsvorsitzende in seinem Mission Statement – der Facebook-Version von Googles legendärem "Don’t be evil". Ob Anlegern Zuckerbergs Einstellung gefallen wird, dürfte sich ab Frühjahr dieses Jahres zeigen.

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