‚Trollitiker‘ Heveling: So wehrt sich das Web

Publishing So schnell kann man zum Netz-Star werden: In einem Gastbeitrag für das Handelsblatt sagte Ansgar Heveling der "lieben Netzgemeinde" am Montag den Kampf an. Diese reagierte prompt mit jeder Menge Hohn und Spott. So wurde die Seite des CDU-Abgeordnen gehackt, auf der er dann seinen Partei-Austritt bekannt gab. Mario Sixtus schnitt schnell den Film „Ansgar Heveling erzählt vom Krieg“ zusammen. Zu Filmausschnitten, die den zweiten Weltkrieg zeigen, wird der gesamte Gastkommentar rezitiert.

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Der Gastkommentar verliert sich in einer eigentümlich-martialischen Sprache, gerichtet gegen einen diffusen Gegner, den es so undifferenziert, wie der Politiker ihn beschreibt, gar nicht gibt. Treffen will Heveling vermeintliche Feinde des Urheberrechts, doch der Schuss ging weit übers Ziel hinaus.

So kann der Abgeordneter des Bundestags die Folgen an seiner eigenen Homepage ablesen. Sie wurde nämlich von Web-Spaßvögeln gehackt. Via Twitter ging zudem das Gerücht herum, dass man kaum von "hacken" sprechen könne, weil das Passwort der Vorname des Politikers gewesen sein soll. Ein solch unbedarftes Verhalten würde Heveling gleich zu einer Art Online-ABC-Schützen machen.
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In seinem Clip "Ansgar Heveling erzählt vom Krieg" stellte Mario Sixtus den CDU-Politiker nicht als Erstklässler, sondern als seniler Online-Rentner dar.

Natürlich ist der "Trollitiker" (Christian Stöcker via Twitter) längst auch ein Thema in den Blogs. So hält der ehemalige Handelsblatt-Redakteur und Gründungschefredakteur der deutschen Wired, Thomas Knüwer, Heveling für "die Fleisch gewordene Unwählbarkeit der CDU".

Der Düsseldorfer ärgert sich aber nicht nur über den CDU-Mann, sondern auch über seine alte Redaktion. "Der Abdruck des unfassbar dummen Textes von Heveling ist nichts anderes als der Versuch des Handelsblattes, die Klick-Zahlen nach oben zu treiben und einen leider absehbaren Shitstorm zu erschaffen", so Knüwer.

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