ProPublica setzt künftig auf E-Books

Publishing Die us-amerikanische Journalismus-Stiftung ProPublica will zusammen mit dem Digital-Verlag Open Road Integrated Media künftig vermehrt E-Books veröffentlichen. Das berichtet die New York Times. ProPublica ist eine Stiftung, die sich dem Erstellen von hochwertigem, investigativen Journalismus verschrieben hat. Artikel erscheinen regelmäßig u.a. in der New York Times und der Washington Post. Mit Hilfe von E-Books sollen nun neue Leserkreise erschlossen werden.

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Die us-amerikanische Journalismus-Stiftung ProPublica will zusammen mit dem Digital-Verlag Open Road Integrated Media künftig vermehrt E-Books veröffentlichen. Das berichtet die New York Times. ProPublica ist eine Stiftung, die sich dem Erstellen von hochwertigem, investigativen Journalismus verschrieben hat. Artikel erscheinen regelmäßig u.a. in der New York Times und der Washington Post. Mit Hilfe von E-Books sollen nun neue Leserkreise erschlossen werden.

So ist geplant, bereits veröffentlichte und produzierte Texte mit Zusatzmaterial anzureichern und als E-Book mit Hilfe von Open Road Integrated Media nochmals zu veröffentlichen. Ein geplantes E-Book heißt “Presidential Pardons” ( dabei geht es um die Begnadigungen verurteilter Strafgefangener durch US-Präsidenten) und wurde ursprünglich als Serie in der Washington Post veröffentlicht. Ein weiteres ProPublica E-Book-Projekt ist “Post Mortem”, eine Reportage über die Arbeit eines Leichenbeschauers, die in Zusammenarbeit mit dem National Public Radio und der TV-Sendung “Frontline” entstanden war.

Laut der New York Times sollen die neuen ProPublica E-Books mit Zusatzmaterial wie Videos, Karten, Original-Dokumenten und Interviews mit Journalisten angereichert werden. Für reine E-Reader wie Kindle und Co. wären zumindest die Videos aber keine Option, da diese mit dem E-Ink-Display nicht dargestellt werden können. Außerdem sollen die Bücher zu einem recht niedrigen Verkaufspreis von unter fünf Dollar pro Stück angeboten werden.

Ziel sei es, Leute anzusprechen, die ProPublica noch nicht kennen und investigativen Journalismus auf Nachrichtenseiten eher nicht konsumieren. Ein Problem des Projekts besteht sicher darin, dass die Inhalte der geplanten E-Books alle bereits gratis im Web verfügbar sind. Allerdings zeigt die Erfahrung auch, dass es oft auf die Verpackung ankommt, ob Nutzer bereit sind, für Inhalte zu zahlen.

Ein gutes Beispiel ist die Rezension des Apple Betriebssystems Mac OS X Lion des Autors John Siracusa. Das 27.300-Worte-Monstrum wurde zuerst auf der Website Ars Technica gratis veröffentlicht und später als Kindle-E-Book für fünf Dollar angeboten. Die Überraschung: Auch als kostenpflichtiges E-Book wurde der Artikel zu einem Hit und bereits am ersten Tag über 3.000 mal gekauft. Das E-Book-Experiment von ProPublica kann sich also durchaus lohnen.

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