Axel Springers starkes Börsencomeback

2011 – das war nicht wirklich Axel Springers Jahr an den Aktienmärkten: Obwohl Europas führendes Zeitungshaus soviel verdiente wie nie, zeigten sich Anleger skeptisch und schickten die Anteilsscheine um fast 20 Prozent nach unten. Doch das ist Vergangenheit: In den ersten drei Wochen des neuen Börsenjahres hat die Springer-Aktie bereits einen Großteil der Vorjahresverluste wieder gutgemacht. Damit muss nicht Schluss sein: Analysten erwarten noch einiges mehr vom MDax-Mitglied.

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2011 – das war nicht wirklich Axel Springers Jahr an den Aktienmärkten: Obwohl Europas führendes Zeitungshaus soviel verdiente wie nie, zeigten sich Anleger skeptisch und schickten die Anteilsscheine um fast 20 Prozent nach unten. Doch das ist Vergangenheit: In den ersten drei Wochen des neuen Börsenjahres hat die Springer-Aktie bereits einen Großteil der Vorjahresverluste wieder gutgemacht – seit Oktober beträgt das Plus gar 50 Prozent. Damit muss nicht Schluss sein: Analysten erwarten noch einiges mehr vom MDax-Mitglied.
Die Börse hat oft ihre eigene Logik: Gewinne in der Konzernbilanz und Gewinne am Aktienmarkt gehen nicht immer Hand in Hand. Konzernchef Mathias Döpfner konnte sich zwar auch im Jahr der europäischen Schuldenkrise zweistellige Gewinnzuwächse freuen – und damit über ein weiteres Rekordjahr. 
Mehr noch: Der MDax-Konzern sah sich selbst am "Wendepunkt in der Struktur des Unternehmens" – Europas größter Zeitungsverlag konnte schon zur Jahresmitte mehr Umsätze mit Online- als mit Printwerbung vorweisen. Keine Frage: Die Berliner haben mit ihrer Digitalsparte, zu der u.a. StepStone, Immonet oder etwa die Online-Angebote der Printmarken zählen, ein Powerhouse aufgebaut. Allein: Die Börse würdigte das nicht hinreichend. Im Gegenteil: Happige 19 Prozent verlor die Springer-Aktie 2011 – und tendierte damit schlechter als der Vergleichsindex MDax.
Aufholjagd: 50 Prozent seit Oktober zugelegt
Nun die Aufholjagd: Bei inzwischen wieder knapp 37 Euro liegt die Springer-Aktie 2012 immerhin schon 11 Prozent vorne – und das in nur drei Wochen. Damit notieren die Berliner so gut wie der Eliteindex Dax, der gerade erst ein Fünfmonatshoch markiert hat. Weitaus bemerkenswerter indes: Seit dem Mehrjahrestief im vergangenen Oktober bei 24,50 Euro hat die Aktie innerhalb nur drei Monaten mehr als 50 Prozent an Wert gewonnen.
Glaubt man den Banken, ist noch weitaus mehr drin. So stuften die Analysten der Commerzbank das Kursziel der Springer-Aktie erst Freitag von 37 auf 42,50 Euro hoch und nannten als Begründung die Dynamik des Digitalgeschäfts. Nach Einschätzung des Dax-Konzerns sind Leser immer öfter bereit, für Inhalte im Netz zu zahlen. Der erwartete Gewinn je Aktie wurde auf 3,01 Euro je Anteilsschein angehoben. 
Kaufwillige iPad- und iPhone-Generation befeuert Springers Wachstum
Auch das Bankhaus Lampe bleibt bei seiner Kaufempfehlung und hatte erst kurz vor dem Jahreswechsel die Zielmarke auf sogar 48 Euro angehoben. Das Anlegermagazin "Der Aktionär" hat das MDax-Mitglied ebenfalls auf seiner Kaufliste und nennt als Kursziel 46 Euro – immerhin respektable 24 Prozent über dem aktuellen Kursniveau. Damit sei Springer aktuell "die interessanteste europäische Medienaktie".
Als Grund führen die Kulmbacher ebenfalls die Digitalstrategie an, die immer größere Früchte trage. Vor allem die iPad-Generation sei bereit, viel selbstverständlicher für Inhalte zu zahlen. Das zeige sich auch an der starken Ebitda-Marge von fast 19 Prozent. 
Anleger können die Einschätzungen in rund einem Monat überprüfen. Am 7. März legt Axel Springer die Zahlen für das abgelaufene vierte Quartal vor – und damit für das Gesamtgeschäftsjahr 2011. 

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