Spiegel: Wulff-Titel war kein Bestseller

Publishing Die Christian-Wulff-Affäre, das wochenlange Top-Thema aller Mainstream-Medien hat das Publikum offenbar nicht immer interessiert. Der Spiegel-Titel "Der falsche Präsident" hat sich vor Weihnachten zumindest nur unterdurchschnittlich gut am Kiosk verkauft. Noch mieser lief es in der Magazin-Woche 51 für den Focus: Martin Luther als Titelheld zum Thema "500 Jahre Reformation" lockte nur 81.029 Käufer zum Kiosk - der siebtschlechteste Einzelverkauf der Focus-Historie.

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315.415 mal wechselte der Spiegel 51/2011 im Einzelverkauf in Kiosken, Supermärkten, Tankstellen, etc. den Besitzer. Zwar liegt er damit über den Ergebnissen der vier Vorwochen, allerdings sackte das Magazin da auch auf richtig miese Zahlen herab. Im Jahresvergleich liegt der Wulff-Titel "Der falsche Präsident" wie die Ausgaben der Vorwochen unter den Normalwerten. So liegt der Einzelverkaufs-Durchschnitt für 2011 derzeit über der 330.000er-Marke.

Nicht nur unter dem Jahres-Durchschnitt, sondern unter fast allen bisherigen Focus-Ausgaben landete Heft 51 des Münchener Magazins. Mit 81.029 Einzelkäufern sackte Titelheld Martin Luther auf den zweitschlechtesten Wert des Jahres und den siebtschwächsten der Focus-Geschichte herab. Den Alltime-Minusrekord hält mit ganzen 66.368 Einzelverkäufen weiterhin die Ausgabe 51/2009 – Titel damals "Scheidungskinder".

Ebenfalls deutlich unterdurchschnittlich verkaufte sich der stern 51/2011: Mit 250.744 Kiosk-Käufern landete er klar unter dem Jahres-Durchschnitt von fast 290.000. Wie beim Focus gab es nur eine andere Ausgabe, die sich 2011 noch schwächer verkaufte. Verantwortlich für diesen Misserfolg war das Titelthema "Arbeit ist der neue Sex" mit einem halbnackten Mann auf dem Cover.

Sämtliche Einzelauflagen von Spiegel, stern und Focus können Sie jederzeit mit unserem Cover-Check-Tool recherchieren.

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