RIM: CEOs treten ab, Deutscher übernimmt

Publishing Stabübergabe beim angeschlagenen Blackberry-Hersteller Research in Motion (RIM): Wie in der Nacht zum Montag bekannt wurde, traten die beiden Vorstandschefs Mike Lazaridis und Jim Balsillie geschlossen zurück. Neuer CEO wird der bisherige COO: der deutsche Manager Thorsten Heins. Der 54-Jährige ist seit 2007 im Unternehmen und hatte sich seine Sporen zuvor bei Siemens verdient. Ob mit Heins' Berufung zum Vorstand ein Strategiewechsel beim strauchelnden kanadischen Smartphone-Hersteller ansteht, bezweifeln Analysten.

Werbeanzeige

Neustart zu Jahresbeginn: Nach einem Horrorjahr 2011, in dem Research in Motion (RIM) erstmals Umsatz-, Gewinn- und Kundenrückgänge verbuchen musste, stellt sich der kanadische Smartphone-Anbieter neu auf. Mike Lazaridis und Jim Balsillie, die den Blackberry-Hersteller seit 2007 in Personalunion geführt hatten, traten in der Nacht zum Montag geschlossen zurück.

"In jeder erfolgreichen Firma müssen die Gründer irgendwann erkennen, dass die Zeit gekommen ist, den Stab an eine neue Führung zu übergeben, dieser Moment ist nun gekommen", teilte RIM mit. Nach Meinung vieler Analysten dürfte der Schritt wohl zu spät kommen – RIM hatte im vergangenen Jahr dramatisch an den Marktanteilen verloren und mit seinem Blackberry keine Antwort auf Apples iPhone und die boomenden Android-Geräte gefunden – und auch den Eintritt in den Tablet-Markt total verpatzt.

Branchenkenner sehen keinen Strategiewechsel


Zum neuen Chef bei RIM wurde nun ein Deutscher berufen: Der ehemalige Siemens-Manager Thorsten Heins. Der 54-Jährige stieß 2007 zum damaligen Smartphone-Platzhirsch. RIM-Gründer Lazaridis hält Heins für "eine Idealbesetzung. Er hat die richtigen Fähigkeiten zum richtigen Zeitpunkt." Lazaridis und Balsillie bleiben RIM unterdessen verbunden und rücken in den Verwaltungsrat. 

Ob mit dem Austausch des Vorstands auf ein Strategiewechsel verbunden ist, bezweifeln Branchenkenner. RIM hatte zuletzt immer wieder durch Übernahmegerüchte für Schlagzeilen gesorgt. Wie der Business Insider berichtet, hätten dem Unternehmen nahestehende Kreise verlauten lassen, Heins habe nicht vor zu verkaufen.

Werbeanzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Werbeanzeige

Werbeanzeige