„Lokaler Handel ist das größte Geschäft“

Publishing Groupon-Gründer Andrew Mason hat sein vielfach kritisiertes Geschäftsmodell bei Burdas Digitalkongress DLD verteidigt. "Die Leute verstehen nicht ganz, was Groupon zu einem großartigen Unternehmen macht", sagte Mason. Der lokale Handel sei "das größte Geschäft da draußen". Mason, der das Online-Rabattvermittler vor drei Jahren startete, verkaufte sich besser als noch vor einem Jahr beim DLD. Er lobte auch seine Geschäftspartner, die Samwer-Brüder, über den grünen Klee.

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Statt im Großkarohemd trat Mason dieses Jahr mit Jacket, weißem Hemd und schwarzer Designerbrille auf. Auf den Einwurf des Moderators David Kirkpatrick, er verstehe das Geschäftsmodell von Groupon immer noch nicht, sagte Mason: "Das macht nichts." Die Zufriedenheitsquote von lokalen Händlern, die Rabattgutscheine via Groupon vertreiben sei mit 90 Prozent hoch. Für eine Werbeform – und Groupon sei nichts anderes als Werbung für lokale Geschäftsleute – sei das sogar der höchte Wert überhaupt.

Es stimme, dass die Eintrittsbarrieren für Rabattportale niedrig seien. "Die Barrieren zum Erfolg liegen aber sehr hoch", sagte Mason. Vergleichbare Angebote, etwa von Facebook (Deals) hätten nicht funktioniert. Der Faktor, der Groupon erfolgreich mache, sei vor allem ein menschlicher. "Ich glaube, usnere größten Wettbewerber sind wir selbst." Mason bezifferte die Zahl der Mitarbeiter von Groupon mit 10.000, die Umsätze seien im vierten Quartal um 500 Prozent zum Vorjahr gestiegen. Mason: "Würde man von jeder Zahl über unser Unternehmen hinten eine Null streichen, wären wir ein normales Unternehmen."

Zum Vorwurf, Investoren hätten noch vor dem Börsengang von Groupon im vergangenen Jahr Geld aus dem Start-up gezogen, sagte der Gründer, jeder Mensch habe eine Summe im Kopf, die ihn nachts ruhig schlafen lasse. Nach dem Börsengang ging der Wert der Groupon-Aktie zunächst zurück, berappelte sich dann aber. Ausgebaut werden soll ein "Rewards"-Programm für Händler und Kunden.

Mason lobte die deutschen Internet-Investoren Marc und Oliver Samwer, die beim Groupon-Panel am Rande der Bühne zuhörten, über den grünen Klee. Groupon hatte das Samwer-Start-up CityDeal gekauft, um ihre internationale Expansion schneller voranzutreiben. "Ich habe über sie gelesen und ihren Ruf, Geschäftsideen nur zu klonen. Was die Kritiker aber verstehen müssen: Eine Idee zu haben ist einfach, der schwere Teil ist es, sie umzusetzen. Was das angeht, sind Marc und Oliver unmenschlich gut."  

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