IVW: Alle großen Regionalzeitungen verlieren

Publishing Same procedure as every quarter: Erneut haben sämtliche 58 Regionalzeitungen mit einer verkauften Auflage von 100.000 und mehr Käufer gegenüber dem Vorjahr verloren. Kein einziger Titel gewann etwas hinzu, das geringste Minus erreichten Rheinpfalz und Straubinger Tagblatt/Landshuter Zeitung mit jeweils 0,7%. Am deutlichsten ging es für die B.Z. aus Berlin bergab: 8,5% büßte sie gegenüber dem Vorjahr ein. Auch die meisten anderen Boulevardzeitungen sind deutlich im Minus.

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Traditionell blickt MEEDIA auf die IVW-Auflagen sämtlicher Regionalzeitungen, die sich 100.000 mal und mehr verkaufen. Und ebenfalls traditionell starten wir unsere Deutschlandreise dabei in Berlin. Dort findet sich mit der B.Z. wie erwähnt der größte Verlierer aller Titel. Die Konkurrenz kam im Vergleich dazu relativ glimpflich davon: Der Berliner Kurier büßte 3,3% der Käufer ein, Morgenpost und Tagesspiegel 2,1% und 2,3%, die Berliner Zeitung sogar nur 1,1%.

Zu den größeren Verlierern des Quartals gehört auch die Nummer 1 aus Brandenburg, die Märkische Allgemeine mit einem Minus von 3,6%. Ebenfalls 3% und mehr abhanden gingen der Mitteldeutschen Zeitung, der Freien Presse, der Zeitungsgruppe Thüringen und der Südthüringer Presse, weniger als 2% verloren im Norden und Nordosten die Ostsee-Zeitung, die Volksstimme aus Magdeburg und der Weser-Kurier aus Bremen. In der Metropole Hamburg gingen dem Marktführer Abendblatt erneut unschöne 3,8% verloren, die kleinere Morgenpost schrumpfte um 2,1% – für ein Boulevardblatt ein recht geringes Minus.

In Niedersachsen und Schleswig-Holstein kamen die acht größeren Regionalzeitungen in einem recht gleichen Korridor ins Ziel. Alle verloren im vierten Quartal zwischen 1,7% und 2,9% gegenüber dem Vorjahr. Größer sind die Unterschiede im größten Bundesland Nordrhein-Westfalen. Hier sind die WZ und die WAZ die großen Verlierer des Jahres. So büßte die Westdeutsche Zeitung satte 6,8% ein, die WAZ-Mediengruppe, unter deren Dach die Zahlen der Blätter WAZ, NRZ, WP, WR und IKZ zusammengefasst werden kam auf einen Verlust von 5,3% bzw. 42.504 Käufern. Besser sieht es in NRW für das Duo Aachener Zeitung / Aachener Nachrichten, die Zeitungsgruppe Neue Westfälische und die Zeitungsgruppe Münsterland aus, die allesamt mit einem Minus von weniger als 2% davon kamen. Gleiches gilt für die HNA in Hessen.

Der Süden bleibt unterdessen die Region Deutschlands, in denen es vielen Zeitungen noch am besten geht. Insbesondere in Bayern verlor nur die Abendzeitung mehr als 2%, dafür aber mit dem Duo Straubinger Tagblatt und Landshuter Zeitung auch jemand nur 0,7%. In der Tabelle ist zwar auch für die tz aus München nur ein Minus von 0,7% verzeichnet, das allerdings kommt vor allem dadurch zustande, dass der Verlag rund 3.000 zusätzliche sonstige Verkäufe verzeichnet. In den härteren Auflagenkategorien sieht es düsterer aus.

In Rheinland-Pfalz, Saarland und Baden-Württemberg ist die Rheinpfalz mit einem Minus von 0,7% der kleinste Verlierer, auch die Saarbrücker Zeitung und die Südwest Presse können mit einem vergleichsweise kleinen Verlust von je 1,1% recht zufrieden sein. Deutlicher nach unten ging es für Stuttgarter Zeitung und Stuttgarter Nachrichten, die 3,4% der Käufer aus dem Vorjahr verabschieden mussten.

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