Alle Fakten zu “Gottschalk Live”

Fernsehen Am heutigen Montag startet um 19.20 Uhr die mit Spannung erwartete neue Show von Thomas Gottschalk im Vorabend-Programm der ARD: “Gottschalk live”. Wie sieht das Studio aus? Wieviel Geld bekommt Gottschalk eigentlich für die Show? Wer arbeitet hinter den Kulissen? Wie wird das Internet eingesetzt? Wie lange soll es die Show geben? Und wer sind die ersten Gäste? MEEDIA hat vor dem Start alle wissenswerten Fakten zur neuen Show zusammengetragen.

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Honorar:
Das gibt es eine Bandbreite an Spekulationen von 1,5 Mio. Euro pro Jahr bis 6 Mio. Euro. Das manager magazin hatte berichtet, Thomas Gottschalk bekomme von der ARD 6 Millionen Euro pro Jahr. Gottschalk dementierte den Bericht umgehend und drohte eine Klage an, die dann doch nicht kam. In Interviews sagt Gottschalk stets, sein ARD-Honorar liege weit niedriger, nämlich unter vier Millionen. Er bekomme bei der ARD “ungefähr das Gleiche” wie beim ZDF. Beim Zweiten bekam er, wieder laut manager magazin, rund 1,5 Mio. Euro pro Jahr. Vielleicht weiß es Gottschalk ja selbst auch nicht so genau. Im Interview mit der Bild am Sonntag erklärte er schließlich, er habe seinen ARD-Vertrag gar nicht gelesen und wegen dem Geld mache er das eh nicht. Er dürfte ja auch schon genug haben.

Gäste:
Pro “Gottschalk live”-Show sind zwischen ein und drei Studiogäste geplant. Manchmal kann der Gast aber auch nur zugeschaltet werden. Für die Premiere hat sich Michael “Bully” Herbig angesagt, der über seinen neuen Film “Zettl” spricht. Das ist eine Art Fortsetzung von Helmut Dietls Kult-TV-Serie “Kir Royal”, in der Bully einen Klatsch-Reporter in Berlin spielt. Am Dienstag sind Armin Rohde und Franz Beckenbauer bei “Gottschalk Live” zu Gast.

Internet:
Das Web ist ein großes Thema bei “Gottschalk live”. Lange vor dem Start der Sendung gingen eine Facebook-Seite und ein Twitter-Account online. Gottschalk selbst hat via Facebook und Twitter auch schon mehrmals mit Nutzern gechattet und die Redaktion stellte Studiofotos und Clips mit Promi-Stimmen zum bevorstehenden Start online. Eine halbe Stunde nach jeder Show will sich Gottschalk im Internet bei Facebook Lob und Tadel abholen. Ursprünglich war geplant, Studiogespräche via Skype zu führen. Weil die technische Qualität aber nicht ausreichte, wurden Reporter mit Rucksäcken mit Übertragungstechnik ausgestattet.

Quote:
Derzeit liegt der Marktanteil der ARD zur Sendezeit von “Gottschalk Live” bei rund 6%. Mit 8% Marktanteil wäre er “aus dem Schneider”, sagte Gottschalk dem Stern, er strebe aber an, “zweistellig zu werden”. Will heißen: Gottschalk schwebt ein Marktanteil zwischen 10 und 12 % vor. Ganz schön mutig. Immerhin nennen sie bei der ARD den Sendeplatz, auf dem er antritt nicht umsonst “Todeszone”.

Laufzeit:
Gottschalk weiß es selbst nicht so genau, da er nach eigenem Bekunden seinen ARD-Vertrag nicht gelesen hat. “Ich hab was von einem Jahr gehört”, sagte er der Bild am Sonntag. Dem Stern vertraute er zuvor an, wenn es gut läuft, gebe er sich drei Jahre für die Sendung. Jetzt wird er erst einmal bis zum 26. Juni viermal pro Woche senden. Dann geht “Gottschalk Live” in die Sommerpause und soll im August wiederkommen.

Studio:
Das Studio-Design stammt von den renommierten Designer Florian Wieder, der u.a. auch schon die Studios von “Wetten dass..?” und “Schlag den Raab” gestaltet hat. Das Studio ist wie ein offenes, großes Wohnzimmer gestaltet, in dem Gottschalk hinter einem Schreibtisch sitzt und Gäste in einer Sitzecke empfängt. Der Schreibtisch besteht aus Flugzeug-Aluminium und wurde, wie auch das restliche Mobiliar, von Gottschalk persönlich ausgewählt und aus den USA eingeflogen. Das Studio befindet sich im Berliner Humboldt Carrée mitten in der Stadt. Die Redaktion ist vom Studio aus einsehbar und soll live in die Sendung einbezogen werden. An den Wänden hängen Bilder, die Gottschalk mit den Großen der Welt zeigen (u.a. mit den US-Präsidenten Bill Clinton, George W. Bush und Barack Obama) sowie Karikaturen des Münchner Malers Bernhard Prinz. Im Studio sind außerdem persönliche Gegenstände von Thomas Gottschalk verteilt.

Konzept:
Das Konzept ist das einer Art “Tagesshow” vor der “Tagesschau”. Gottschalk will aktuelle, unterhaltsame Themen aufgreifen und lockere Gespräche führen. Politik soll, wenn überhaupt, emotional stattfinden. Als Beispiel nannte Gottschalk, dass er in einer Probesendung einen der Bürger zu Gast hatte, die Bundespräsident Wulff beim Neujahrsempfang die Hand geschüttelt haben. Auf ein Studiopublikum wird verzichtet.

Hinter den Kulissen:
Produziert wird “Gottschalk Live“ von Grundy Light Entertainment. Die Produktionsfirma macht u.a. auch “Deutschland sucht den Superstar” und wurde von Gottschalk persönlich ausgewählt. Zuständig bei Grundy für “Gottschalk Live” ist der Creative Director Jens Bujar. Der verantwortliche Redakteur des WDR für die Sendung ist Carsten Wiese. Die Redaktion besteht aus rund zwei Dutzend Leuten und zehn bis zwölf “Experten”, die regelmäßig zu bestimmten Themen zu Wort kommen sollen und sich mit Gottschalk in der Sendung unterhalten.

Werbung:
Sponsor von Gottschalk Live ist sein langjähriger Werbepartner Haribo. Es gibt zwei Werbe-Unterbrechungen – im Vorabendprogramm vor 20 Uhr darf die ARD Werbung zeigen.

Sendezeit:
Gesendet wird “Gottschalk Live” Montag bis Donnerstag um 19.20 Uhr in der ARD. Wer es verpasst, kann sich eine tägliche Wiederholung um 23 Uhr beim Digital-Kanal  EinsFestival anschauen. So wird “Gottschalk Live” immerhin in der Wiederholung zur Late-Night-Show. Insgesamt gibt es 140 Sendungen pro Jahr.

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