„Titel zwischen Wunsch und Wirklichkeit“

Publishing Das schönste Geburtstagsgeschenk hat sich Essen & Trinken schon selbst gemacht: 2012 feiert das Kochmagazin seinen 40. Geburtstag und kann gleich zu Jahresanfang mit beeindruckenden IVW-Zahlen aufwarten. So wuchs im vierten Quartal 2011 der Einzelverkauf um 48 Prozent. Verantwortlich dafür ist G+Js-Multichefredakteur Stephan Schäfer, der das Blatt vor rund zwölf Monaten übernahm. Für das Jubiläumsjahr plant er lediglich kleinere Aktionen. Lieber wollen er und sein Team einfach weiterarbeiten.

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Die Einstellung des Chefredakteurs, der sich auch noch um das Erfolgsblatt Schöner Wohnen und dessen jungen Ableger Couch kümmert, ist verständlich. Denn in den kommenden Monaten gilt es seinen großen Anfangserfolg zu bestätigen. Im Gesamtverkauf kam Essen & Trinken im vierten Quartal 2011 auf 190.864 Exemplare. Das bedeutet ein Plus von 17,3 Prozent. Auch Essen & Trinken für jeden Tag steigerte seinen Verkauf um 16,2 Prozent auf 208.097 Exemplare.

Die Profi-Köche von Essen & Trinken
Trotzdem wird das Jubiläum standesgemäß begangen. So wird es eine Jubiläumsausgabe im Oktober geben und im April eine Marketing-Kampagne mit den Claim "In Deutschlands Küchen zuhause". Zudem verlost das Magazin seine Redakteure und Köche an die Leser. Vor allem auf die Köche dürfen sich die Leser freuen, denn sie sind das eigentliche Herz des Magazins.
In der redaktionseigenen Küche arbeiten neun festangestellte. Es war eine der ersten Amtshandlungen des neuen Chefredakteurs vor gut einem Jahr, diesen Markenkern des Magazins stärker in den Vordergrund zu rücken. Jetzt finden sich an verschiedenen Stellen im Heft immer wieder die Köche wieder, die das Rezept entwickelt und getestet haben. Wie andere Food-Magazine verspricht auch Essen & Trinken eine Geling-Garantie. Um diese einzuhalten muss jedes Gericht dreimal gekocht werden: einmal um die Redaktion zu überzeugen, dann zum Fotoshooting und beim dritten Mal muss der Küchenpraktikant ran. Der testet dann, ob das Rezept wirklich machbar ist.
"Es gehört wirklich zum Geheimnis unseres Erfolges, dass wir mittlerweile unsere Köche zu den Helden unseres Heftes zu machen. Wir zeigen jetzt einfach ganz ehrlich den Aufwand, denn wir hier betreiben", so Schäfer.

Die erste und die aktuelle Ausgabe von Essen & Trinken

Für Schäfer ist es bei den Rezepten, im Gegensatz zu einigen seiner Vorgänger, besonders wichtig, dass sie sich nachkochen lassen. "Sie müssen eine Herausforderung, aber machbar sein." Das selbe gilt für das Cover. Auch dieses soll sich zwischen "Wunsch und Wirklichkeit" bewegen.  
Wichtig ist dem Chefredakteur, dass die Rezepte den Lesern Lust machen und sie inspirieren. Sie sollen zu Essen & Trinken greifen, weil das Cover sie anspricht und sie das Gericht nachkochen wollen. Alle Leser, die auf der Suche nach einem bestimmten Rezept sind, schauen eh im Web nach.
In der ersten Ausgabe des 1972 von Angelika Jahr gegründeten Magazins hieß es: "Was verbindet deutsche Schlafzimmer mit der deutschen Küche? In beiden fehlt es an Raffinesse." Bei Essen & Trinken ist man immerhin davon überzeugt, seinen Anteil in den vergangen 40 Jahren geleistet zu haben, dass die Deutschen ein wenig raffinierter wurden.

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