taz-Mann Rüttenauer will DFB-Chef werden

Publishing Eine gute PR- und Protest-Aktion lässt sich die taz selten entgehen. Diesmal nimmt sich die tageszeitung einen dankbaren Gegner vor: den Deutschen Fußball Bund. So gibt in der morgigen Wochenendausgabe der Sportredakteur Andreas Rüttenauer seine Kandidatur für das Amt des DFB-Präsidenten bekannt. Mit seiner Aktion will der Journalist gegen das Verfahren protestieren, mit dem der nächste Vorsitzende des Deutschen Fußball-Bundes bestimmt werden soll. Rüttenauers Idee ist jedoch nicht gerade neu.

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So kandidierte aus ähnlichen Gründen auch schon der Feuilleton-Chef der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, Claudius Seidl, im Juni bei der Wahl zum ZDF-Intendanten. Der FAS-Mann protestierte unter anderem gegen das politisch motivierte Wahl-Verfahren. Das sieht Rüttenauer diesmal ganz ähnlich. "Ein kleiner Kreis von Funktionären bestimmt, wer einen Verband leitet, dem über 6,5 Millionen Mitglieder angehören", sagt Rüttenauer. "Dass es so etwas im Deutschland des Jahres 2012 geben kann, ist ein handfester Skandal."
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Der taz-Mann bezieht sich dabei auf die Wahl des kommenden DFB-Präsidenten, der dem scheidenden Theo Zwanziger nachfolgen soll. Einziger Kandidat ist der aktuelle Generalsekretär Wolfgang Niersbach.
Für seinen vermeintlichen Wahlkampf hat Rüttenauer gleich schon einmal ein "Manifest 2020" verfasst, das in der morgigen Ausgabe der taz erscheinen wird. Dort fordert er unter anderem: "Wir haben das Gefühl, der Fußball könnte uns entgleiten. Eine Handvoll Funktionäre bestimmt über unsere große Liebe, über unseren Sport. Das wollen wir ändern. Wir wollen den Fußball wieder zu einer Graswurzelbewegung machen."
Der Journalist fordert deshalb echte Demokratie im DFB: "Die Vereine, die Mitglieder, auch die der kleinen Klubs, sollen entscheiden können, wer im deutschen Fußball das Sagen hat". Nach Meinung des Autoren der linken Tageszeitung müsse es wieder viel mehr um Sport gehen und nicht um die Interessen einzelner Konzerne.

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