Die Wissensteiler: DLD-Konferenz startet

Publishing Am Sonntag heißt es in München wieder: Zeit für den DLD. Der Digitalkongress von Burda hat sich zu einer der wichtigsten Anlaufstellen für die Mover und Shaker der digitalen Welt entwickelt. Auch in diesem Jahr kommen Hochkaräter, u.a. Sheryl Sandberg von Facebook, Arianna Huffington (Huffington Post/AOL), Yandex-Chef Arkady Volozh – und die Künstlerin und Lennon-Witwe Yoko Ono. Im Vorfeld des Weltwirtschaftsforums in Davos wird der DLD zur Dialog-Plattform.

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Die Mischung macht´s mal wieder beim DLD. Die Abkürzung steht nach wie vor für Digital, Life, Design. Die Kernfrage ist, sagt Co-Chefin Steffi Czerny von Burda: "Wie ändert die Digitalisierung unser Leben?" Darum sind eben nicht nur Investoren und Start-up-Gründer in München mit von der Partie, sondern auch Wissenschaftler, Philosophen, Künstler, Politiker.

Das Themenfeld Digitalpolitik nimmt 2012 sogar einen recht großen Raum ein, sagt Marcel Reichart, wie Czerny Managing Director der Burda-Tochter DLD Media & Ventures. EU-Kommissarin Viviane Reding wird eine Grundsatzrede zum Umgang mit Datenschutz halten. Mit Nicolas Princen, Alec Ross und Rohan Silva sind wichtige politische Berater auf einem Panel zu "Digital Diplomacy" dabei. Und natürlich darf auch ein Vertreter der Piratenpartei nicht fehlen. Ob in Außenpolitik (Arabischer Frühling), Gesellschaftspolitik (Occupy-Bewegung) oder Wirtschaftspolitik – "die digitale Realität ist in der Wirklichkeit angekommen", sagt Reichart. Wie in den Vorjahren kommt ein erheblicher Teil der Gäste aus Ländern wie den USA, Großbritannien, Russland, Indien und – in diesem Jahr stark vertreten – der Türkei.

E-Commerce und andere neue Geschäftsmodelle sind weitere Themenschwerpunkte. Brian Chesky von AirBnb ist DLD-Gast, Rakuten-Gründer Hiroshi Mikitani, und wie im vorigen Jahr Andrew Mason von Groupon. Über die Zukunft der mobilen Welt sprechen u.a. O2-Deutschlandchef René Schuster und Felix Petersen, Gründer des Start-ups Amen. Eigens für den DLD wurde eine globale Studie zu mobilen Bezahlmodellen in Auftrag gegeben – die wird auf dem Kongress, der bis zum Dienstag geht, vorgestellt. So sei vor allem die Frage zu klären, wie sich die Welt für Konsumenten ändert und was die Geheimnisse neuer "Consumer Companies" wie etwa Zappos sind.

Für die kulturell-intellektuelle Unterfütterung sorgen u.a. der Kurator Hans Ulrich Obrist, der Künstler Olafur Eliasson und Stanford-Wissenschaftler Sebastian Thrun, der über die "University 2.0" sprechen wird. Für ein Highlight wird vermutlich die Familie Dyson – George, Esther und Freeman – sorgen, die sich auf einem von "SZ"-Mann Andrian Kreye moderierten Panel unterhalten wird.

Eines der Leitmotive der Konferenz ist und bleibt "Wissen teilen" – Vertreter aller Disziplinen geben Einblicke in ihr Wissen, ohne branchentypische Abgrenzungen. "Die Konferenz ist eine Plattform für Dialog", sagt Steffi Czerny. Und das nicht nur für Businesstalk.

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