Krempelt Apple jetzt die E-Book-Branche um?

Publishing Kurz vor dem Apple-Event am Donnerstag in New York hat die US-Website Ars Technica ein interessantes Gerücht präsentiert, was es bei der Präsentation zu sehen geben könnte. Demnach plant Apple eine Art “Garage Band für E-Books”. Garage Band ist ein Programm, mit dem selbst Laien ohne Vorkenntnisse Lieder produzieren können. Angeblich hat Apple ein Programm, mit dem man genauso einfach E-Books herstellen und veröffentlichen kann. Der Effekt auf die Branche könnte gigantisch sein.

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Kurz vor dem Apple-Event am Donnerstag in New York hat die US-Website Ars Technica ein hoch interessantes Gerücht präsentiert, was es bei der Präsentation zu sehen geben könnte. Demnach plant Apple eine Art “Garage Band für E-Books”. Garage Band ist ein Programm, mit dem selbst Laien ohne Vorkenntnisse Lieder produzieren können. Angeblich hat Apple ein Programm, mit dem man genauso einfach E-Books herstellen und veröffentlichen kann. Der Effekt auf die Branche könnte gigantisch sein.

Bisher ist es nämlich gar nicht so leicht, ein professionelles E-Book zu erstellen und bei den einschlägigen Verkaufsplattformen online anzubieten. Meist sind dafür die Dienstleistungen von Spezialunternehmen notwendig. Bietet Apple ein Programm an, dass die Produktion von E-Books ähnlich intuitiv und einfach machen würde, wie Garage Band die Produktion von Musik vereinfacht hat, wäre das eine Revolution für den E-Book-Sektor.

Bisher haben sich die Hersteller auf den Konsum von E-Books konzentriert: bessere Reader, bessere Software zum Anzeigen und Lesen der Bücher. Die Hersteller-Seite wurde völlig vernachlässigt. Ein einfach zu bedienendes E-Book-Produktionsprogramm könnte so schnell zum Standard der Branche werden und den Durchbruch für den Independent-Markt von E-Book-Autoren an klassischen Verlagen vorbei bedeuten.

Das ist auch für Amazon gefährlich. Denn laut Ars Technica wird Apple wahrscheinlich auch bekanntgeben, dass der neue E-Book-Standard ePub 3 künftig vom iBook-Store unterstützt wird. Das würde die Produktion von E-Books mit zusätzlichen interaktiven und multimedialen Inhalten deutlich vereinfachen. Warum das für Amazon gefährlich ist? Weil Amazons E-Reader Kindle das ePub-Format nicht unterstützt. Schon jetzt schickt sich das iPad an, den reinen E-Readern wie dem Kindle den Rang abzulaufen. Die mausgrauen E-Ink-Displays von Kindle und Co. sind beim Lesen langer Texte zwar deutlich augenfreundlicher – der Großteil der Konsumenten legt darauf aber offenbar keinen gesteigerten Wert und nutzt lieber Alleskönner-Tablets wie das iPad.

Sollte Amazon nicht einlenken und mit dem Kindle künftig auch ePub unterstützen, könnte es sein, dass Amazon den Anschluss an einen neuen E-Book-Standard verliert. Aber nicht nur Amazon dürfte mit Sorge am Donnerstag nach New York schauen. Angeblich geht es bei dem Apple-Event ja auch im eine Initiative, wie das iPad bei Lehrbüchern (Textbooks) eingesetzt werden soll. Bei Lehr- und Fachbüchern gibt es noch extrem hohe Gewinnmargen. Von den Problemen der Publikumspresse blieben die Fachverleger bislang weitestgehend verschont. Das könnte sich nun mit einem Schlag ändern. Steve-Jobs-Biograph Walter Isaacson hat den verstorbenen Apple-Gründer mit den Worten zitiert, dass die Fachbuch-Branche “eine Acht-Milliarden Industrie ist, reif für die digitale Vernichtung.” Jobs hat das ganz sicher ernst gemeint. Und das sollten die Fachverleger auch tun.

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