Jerry Yang verlässt Yahoo nach 17 Jahren

Publishing Überraschender Abschied des Gründers: Nach 17 Jahren wird Jerry Yang den strauchelnden Internet-Pionier Yahoo verlassen. Yang hatte das Suchverzeichnis 1995 mit dem Mitstudenten David Filo gegründet und 1999 zum wertvollsten Dotcom-Konzern der Welt gemacht. Danach ging es jedoch bergab – auch, als Yang den Vorstandsposten zwischen 2007 und 2009 inne hatte. Nun gibt der 41-Jährige den Aufsichtsratssitz und alle weiteren Posten im Unternehmen auf – und zieht sich ganz zurück. Die Aktie steigt nachbörslich.

Werbeanzeige

Turbulenter Jahresauftakt bei Yahoo: Exakt zwei Wochen nach dem Amtsantritt des neuen CEOs Scott Thompson gibt es das nächste Stühlerücken beim Inteenet-Pionier Yahoo. Ziemlich überraschend kündigte Gründer Jerry Yang nun seinen Rückzug beim Online-Portal an, das er 1995 aus dem Studentenwohnheim gegründet hatte.   
"Die Zeit ist gekommen, dass ich andere Interessen außerhalb von Yahoo verfolge", erklärte der 41-Jährige nach Handelsschluss in New York. Yang legt seinen Sitz im Aufsichtsrat von Yahoo nieder – ebenso wie bei Yahoo Japan und der Beteiligung Alibaba.  Die Aktie von Yahoo zog im nachbörslichen Handel sofort um fünf Prozent an. 
Wie sieht Yahoos Zukunftsstrategie aus?
Der komplette Abgang von Yang kommt ziemlich überraschend, zumal kürzlich noch darüber spekuliert wurde, ob Yang das strauchelnde Internet-Unternehmen mit Private Equity-Investoren von der Börse nehmen würde. 

Nun scheint es, dass möglicherweise bald eine andere strategische Entscheidung anstehen könnte, wie Vermögensverwalter Doug Kass mutmaßt: "Meine Vermutung ist, dass Yangs Entscheidung, die Aufsichtsratsposten niederzulegen, im Zusammenhang mit einem übergeordneten Strategiewechsel des Aufsichtsrats und des neuen CEOs steht". Dabei dürfte es etwa um den möglichen Verkauf der asiatischen Beteiligungen gehen.

"Der ständigen Kämpfe in und um Yahoo einfach müde"
In anderen Worten: Yang, der jahrelang im Hintergrund die Strippen bei Yahoo gezogen hatte, hätte demnach einen internen Machtkampf verloren. Es wäre bereits das zweite Mal nach rund drei Jahren, als der Yahoo-Mitbegründer den Vorstandsposten niederlegte und an Carol Bartz übergab. 

Vielleicht waren Yang der ständigen Querelen um die Zukunftstrategie auch einfach zuviel,  wie der Business Insider vermutet: "Es scheint, als wäre er der ständigen Kämpfe in und um Yahoo einfach müde." 

Werbeanzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Werbeanzeige

Werbeanzeige