„Döner-Morde“ ist Unwort des Jahres 2011

Publishing "Döner-Morde" ist zum Unwort des Jahres 2011 gekürt worden. Nina Janich, Vorsitzende von sechs Sprachwissenschaftlern, die die Unwort-Jury bilden, verkündete dies am heutigen Dienstag in Darmstadt. Bereits seit 1991 wird jährlich das Unwort des Jahres gewählt. In diesem Jahr wurden mehr als 2400 Vorschläge eingereicht.

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Nach Meinung der Jury bezeichnet das Wort "Döner-Morde" die Verharmlosung der Mordserie an türkisch- und griechischstämmigen Menschen durch die Zwickauer Terrorgruppe. "Der Ausdruck steht prototypisch dafür, dass die politische Dimension der Mordserie jahrelang verkannt oder willentlich ignoriert wurde," begründet das Gremium seine Wahl.
Auf den zweiten Platz wählten die Sprachwissenschaftler das Wort "Stresstest", gefolgt vom "Rettungsschirm". Der "Stresstest" wurde im Dezember bereit zum Wort des Jahres gekürt.
Die letzten Gewinner des Unwort des Jahres waren 2010 "alternativlos", 2009 "betriebsratsverseucht" und 2008 schafften es die "notleidenden Banken" auf Platz eins.

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