Die 50 werbeumsatzstärksten Magazine 2011

Publishing Der stern hat das Jahr 2011 erneut mit dem größten Brutto-Werbeumsatz aller deutschen Publikumszeitschriften abgeschlossen. Mit 153,75 Mio. Euro lag das Magazin immerhin 0,8% über den Zahlen des Vorjahres. Dahinter folgen Bild am Sonntag und Der Spiegel, der 3,2% gegenüber 2010 verloren hat. Größte Aufsteiger des Jahres waren Condé Nasts Glamour und Vogue, am deutlichsten unter den Vorjahreszahlen lagen hingegen Sport Bild und Spiegel. Insgesamt hielten sich Gewinner und Verlierer 2011 in etwa die Waage.

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Unter den von der Nielsen-Anzeigenstatistik erfassten Publikumszeitschriften, deren Zahlen aus 2010 und 2011 direkt miteinander vergleichbar sind, finden sich 201 Verlierer und 221 Gewinner. Die Branchenbilanz ist also leicht positiv. Noch besser sieht es unter den stärksten Titeln aus. So gibt es in der Top 25 nach Brutto-Werbeumsatz nur acht Verlierer, aber 17 Gewinner.

Besonders deutlich nach oben ging es hier prozentual gesehen für Glamour und Vogue, sowie für die Auto Bild und Elle. Deutlich verloren hat hingegen die Sport Bild, außerdem TV Movie und Brigitte. Ganz vorn bleibt wie im Vorjahr der Stern: Mit 153.75 Mio. Euro Brutto-Werbeumsatz verwies man die Bild am Sonntag und den Spiegel relativ deutlich auf die Plätze. Ebenfalls noch über der 100-Mio.-Marke blieb der Focus – trotz eines leichten Rückgangs um 1,0%.

Auch auf den Rängen 26 bis 50 überwiegen die Titel mit einem Plus gegenüber 2010. Besonders deutlich nach oben ging es hier für das Zeitmagazin, das TV-Supplement prisma Gesamt West und Joy. Mehr als 10% verloren hat hingegen Lisa, 8% und mehr zudem tina und die Apotheken Umschau A. Neu dabei ist in der 2011er-Statistik die Grazia, für die 2010 noch keine kompletten Jahreszahlen vorlagen, da sie erst im Februar an den Start ging.

Das Aufsteiger-Ranking 2011 führt gleich ein Duo des Verlages Condé Nast an. Glamour erhöhte den Brutto-Werbeumsatz um 8,42 Mio. Euro auf 45,38 Mio., die Vogue kletterte um 7,75 Mio. auf 43,91 Mio. Euro. Mit der Gala, Elle und InStyle sind zudem noch drei weitere Magazine in der Top Ten vertreten, die sich vornehmlich an ein weibliches Publikum richten. Komplettiert wird das Ranking von Auto Bild, rtv West, prisma Gesamt West, auto motor und sport, sowie TV 14.

Am deutlichsten nach unten ging es 2011 für die Sport Bild. 4,44 Mio. Euro weniger setzte Springers Sportmagazin gegenüber 2010 um. Offenbar gingen dem Blatt einige der Werbe-Millionen verloren, die man im Vorjahr mit der Fußball-WM akquirieren konnte. Ebenfalls mehr als 4 Mio. Euro unter den 2010er-Zahlen liegen Der Spiegel und Brigitte. Auf den Plätzen 4 bis 10 der Absteiger-Flop-Ten finden sich einige Klassiker wie die Bunte, die Hörzu und die Bravo.

Wie immer muss an dieser Stelle noch erwähnt werden, dass es sich bei den Nielsen-Zahlen um Brutto-Umsätze handelt. Eventuelle Rabatte, Austauschgeschäfte und Eigenanzeigen werden in diesen Zahlen nicht als solche, sondern als komplett nach Preisliste bezahlte Werbung gewertet. Über tatsächliche Umsätze geben die Nielsen-Zahlen also keine Auskunft. Ein wichtiges Indiz für die Entwicklung der einzelnen Titel und den Werbedruck sind sie dennoch.

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