Bundespresseamt stockt dapd-Budget auf

Publishing Ab dem Geschäftsjahr 2012 erhöht das Bundespresseamt die Zahlungen an die Nachrichtenagentur dapd um rund 1 Million Euro. Das berichtet die Agentur. Damit wird das Budget nach eigenen Angaben um mehr als 150 Prozent erhöht. 2013 soll eine weitere Anhebung erfolgen. Als Grund für die Erhöhung zitiert die Agentur das Bundespresseamt mit einem ausgeweiteten Leistungsangebot. Die Bezahlung war lange Zeit ein Zankapfel zwischen dapd und und dem Bundespresseamt gewesen.

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„Wir schätzen diesen Schritt des Bundespresseamtes hoch ein, da uns bewusst ist, dass in Zeiten knapper Kassen Budgeterhöhungen etwas ganz Besonderes sind“, sagte dapd-Pressesprecher und Vorstand Wolfgang Zehrt. „Mehr kann man in einem ersten Schritt nicht verlangen.“

Der Vertrag hat eine Laufzeit von zwei Jahren. Die Parteien haben vereinbart, danach eine weitere Anpassung „im Lichte der Entwicklung der Agentur“ zu prüfen.
Der Erhöhung waren zuvor etliche Auseinandersetzung vorausgegangen. Ende 2010 hatte die Agentur sogar mit einer Klage gegen das Bundespresseamt gedroht.

Der Hintergrund: Zum damaligen Zeitpunkt erhielt der Marktführer dpa für das Abonnement seines Materials vom Bundespresseamt 2,733 Millionen Euro. Der dapd überwies das Amt indes bloß 803.803 Euro. Auf Basis von Agenturmaterial informiert das Bundespresseamt deutsche Politiker über die weltweite Nachrichtenlage. Der dapd schaltete damals kurzerhand seine Auslandsmeldungen ab, um den Druck zu erhöhen.

Das Budget der Deutsche Presse-Agentur (dpa) wurde, nach Erkenntnis der dapd, nicht erhöht. Ein dpa-Sprecher erklärte auf Anfrage von MEEDIA, Details zu Verträgen mit Kunden nicht zu veröffentlichen.

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