WAZ-Verkauf steht weiter auf der Kippe

Publishing WAZ und kein Ende. Wie der Spiegel berichtet, steht die Finanzierung des Kaufs von 50 Prozent an der WAZ-Gruppe durch die Familie Grotkamp immer noch nicht. Die Finanzierungslücke liege demnach bei 60 Millionen Euro. Die Geduld des Testamentsvollstreckers der verkaufswilligen Brost-Erben, Peter Heinemann, sei "langsam erschöpft". Wenn sich bis Ende Januar nichts getan habe, werde Heinemann ein Ultimatum stellen. Und das werde wohl kaum mehr als zwei Wochen betragen.

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Dem Spiegel zufolge soll Heinemann sogar gebeten worden sein, einen Teil des Kaufpreises zu stunden. Dazu sei er gegen Zinsen und Sicherheiten "grundsätzlich" bereit. MEEDIA hatte bereits Ende Dezember über die anhaltende Zitterpartie berichtet. Das Manager Magazin hatte ursprünglich berichtet, die Finanzierungslücke liege bei 50 Millionen Euro. Einen Kredit soll den Grotkamps nun, das wurde bereits kolportiert, Gründersohn Martin Brost geben. Brost ist der Vater der WAZ-Erben, er wurde bereits 1978 ausgezahlt.  

Fakt ist: WAZ-Gesellschafterin Petra Grotkamp will 470 Millionen Euro für die Hälfte an der WAZ-Gruppe zahlen. Testamentsvollstrecker Heinemann hat nach gründlicher Abwägung grünes Licht für den Verkauf gegeben – die Erben der Brost-Seite sind noch nicht volljährig. Seit Monaten verhandeln nun die Grotkamps mit den Banken. Unklar ist, ob Frau Grotkamp es "nur" auf möglichst gute Kreditkonditionen abgesehen hat, oder ob die zur Finanzierung fehlenden Millionen tatsächlich irgendwie aufgetrieben werden müssen.

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