Telefon-Abzocke bei „Unser Star für Baku“?

Fernsehen Der Medienanstalt Berlin-Brandenburg liegt eine Beschwerde gegen die neue Castingshow "Unser Star für Baku" vor. Der Vorwurf lautet, ProSieben baue künstlichen Zeitdruck auf, um die Anruferzahlen in die Höhe zu treiben, berichtet der Focus. Konkret geht es um die Blitztabelle, die zu jeder Zeit anzeigt, auf welchem Platz die Kandidaten gerade liegen. Die Berliner Behörde prüft nun, ob das Verfahren "rechtlich problematisch" sei, sagte eine Sprecherin.

Werbeanzeige

"Unser Star für Baku" ist die erste Castingshow, die auf eine Blitztabelle setzt. Dass die Zuschauer die Platzierungen jederzeit sehen können, verleite dazu, mehrfach anzurufen und dabei viel Geld auszugeben, heißt es laut Focus in der Beschwerde an die Medienanstalt Berlin-Brandenburg. Die Medienwächter benötigen rund zwei Wochen, um den Vorwurf zu prüfen.
Kritik dieser Art gab es bisher nur gegen einen deutschen TV-Kanal – 9Live. Dem Call-In-Sender wurde vorgeworfen, mit fragwürdigen Methoden um Mitspieler zu buhlen und diese durch Countdowns künstlich unter Zeitdruck zu setzen. Dafür musste 9Live 95.000 Euro Strafe zahlen.
ProSieben sieht hingegen keine Probleme in seinem Abstimmverfahren. Die Zuschauer könnten viel dosierter und gezielter anrufen, denn das Konzept sei äußerst transparent.
Ein Anruf für seinen Lieblingskandidaten bei "Unser Star für Baku" kostet 50 Cent. Wie viel davon an den Sender geht, ist nicht bekannt. Laut ProSieben-Sprecher Michael Ostermeier liegt die Zahl der Anrufer "im Bereich dessen, was wir an Resonanz bei anderen sehr reichweitenstarken Programmen verzeichnen" und sogar deutlich über dem Niveau von "Unser Star für Oslo".

Werbeanzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Werbeanzeige

Werbeanzeige