GVU plant Strafantrag gegen kinox.to

Publishing Erst zog sie kino.to den Stecker, dann kam der Nachfolger: Die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) bereitet nun auch gegen die Online-Piraterie-Plattform kinox.to einen Strafantrag vor. Das sagte GVU-Sprecherin Christine Ehlers gegenüber dem Spiegel. Das optisch und inhaltlich zum Verwechseln ähnliche Nachfolgeprojekt von kino.to avancierte innerhalb weniger Wochen zu einer der beliebtesten Video-Streaming-Seiten des Landes.

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Im Oktober 2011 kam kinox.to laut dem Analyse-Programm Google Ad Planner auf 1,8 Millionen unique Visitors und belegte damit den sechsten Platz unter den beliebtesten Videoportalen Deutschlands. Die vergleichbare Streaming-Seite movie2k.to kam mit 2,9 Millionen unique Visitors sogar auf den dritten Rang.
Der Vorgänger kino.to wurde im vergangenen Juni durch eine internationale Polizeiaktion vom Netz genommen. Drei Mitarbeiter der Seite hat das Amtsgericht Leipzig im Dezember zu Freiheitsstrafen verurteilt, ein weiterer erhielt 21 Monate auf Bewährung. Die Anklage gegen den mutmaßlichen Chef und Gründer Dirk B. ist erhoben, das Landgericht Leipzig muss aber noch über ihre Zulassung entscheiden.
Auch die Ermittlungen gegen kino.to hatte die GVU mit einem Strafantrag ins Rollen gebracht. Mehrere Insider aus dem professionell organisierten Kinopiraten- Netzwerk hatten sich mit der Führungsriege um Dirk B. überworfen und ihr Wissen an die GVU verkauft. Es sei eine niedrige sechsstellige Summe als Prämie geflossen, sagte GVU-Sprecherin Ehlers.

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