Werbemarkt schließt 2011 mit 3,5%-Plus ab

Marketing Das Wachstum im deutschen Werbemarkt hat sich im zweiten Halbjahr deutlich abgeschwächt. Laut der endgültigen Brutto-Werbeumsätze für das Jahr 2011, die Nielsen am Freitag veröffentlicht hat, gab es für die deutschen Medien nach einem 5,0%-Plus in den ersten sechs Monaten ab Juli nur noch eins von 2,1%. Großer Gewinner des Jahres ist erneut das Internet - dort stieg der Werbedruck um 22,5%. Sogar 2,1% unter den Zahlen aus 2010 landeten die Zeitungen, Zeitschriften und Fernsehen wuchsen unterdurchschnittlich.

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Einen Brutto-Werbeumsatz von 25,8 Mrd. Euro zählte Nielsen bei den ausgewerteten Medien im Jahr 2011. Allein 11,1 Mrd. davon schütteten die werbungtreibenden Unternehmen in das Fernsehen, das damit weiterhin die klare Nummer 1 der Nielsen-Statistik bleibt. Allerdings: Es liegt nur 1,8% über dem Jahr 2010, gewann also weniger Geld hinzu als der gesamte Medienmarkt. Mit einem Plus von 1,4% bzw. 2,9% landeten auch die Publikums- und die Fachzeitschriften unter dem Branchenmittel von 3,5%. Besonders mies lief das Jahr für die Zeitungen, die 2,1% gegenüber 2010 einbüßten. Allerdings: Rubrikenanzeigen aus den Immobilien-, Auto- oder Stellenmärkten zählt Nielsen traditionell nicht mit. Wie dieses für die Tageszeitungen wichtige Segment sich entwickelt hat, lässt sich daher nicht sagen.

Zu den Gewinnern 2011 gehört wie in den vergangenen Jahren auch das Internet. Mit einem weiteren Plus von 22,5% auf 2,9 Mrd. Euro verzeichnet das Netz das größte Wachstum. Auch hier wird von Nielsen übrigens nur ein Teil des Marktes erfasst, beispielsweise fehlt das gesamte Segment des Suchmaschinenmarketings. Die tatsächlichen Brutto-Umsätze liegen im Internet also noch einmal deutlich über den von Nielsen ausgewiesenen 2,9 Mrd. Ebenfalls besser als der Markt entwickelte sich die Reklame im Kino (+17,6%), die Plakatwerbung (+11,5%) und die im Radio (+3,9%).

(Tabelle: Nielsen)

Wie immer muss an dieser Stelle erwähnt werden, dass es sich bei den Nielsen-Zahlen um Brutto-Umsätze handelt. Eventuelle Rabatte, Freispots, Austauschgeschäfte und Eigenanzeigen werden in diesen Zahlen nicht als solche, sondern als komplett nach Preisliste bezahlte Werbung gewertet. Über tatsächliche Umsätze geben die Nielsen-Zahlen also keine Auskunft. Ein wichtiges Indiz für die Entwicklung der einzelnen Medienbranchen und des Werbedrucks sind sie dennoch.

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