News-Portale: Nutzer mehrheitlich männlich

Publishing Nachrichten-Websites werden in Deutschland von deutlich mehr Männern als Frauen gelesen. Laut einer MEEDIA-Analyse der aktuellen AGOF-Zahlen gibt es unter den 50 größten News-Angeboten kein einziges, das mehr weibliche als männliche Leser hat. Unter den 20 populärsten haben FTD, manager magazin, Handelsblatt, n-tv und F.A.Z. ein besonders männliches Publikum, die prozentual gesehen meisten weiblichen Leser haben stern.de, Berliner Morgenpost, Focus Online und RP Online.

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Für unsere Betrachtung haben wir uns die aktuellen 3-Monats-Zahlen der AGOF angeschaut, also die Unique User aus dem durchschnittlichen Monat von Juli bis September 2011. In dieser Zeit gab es 26,45 Mio. männliche und 23,69 Mio. weibliche Internet-Nutzer, also ein relativ ausgeglichenes Verhältnis von 52,8% zu 47,2%.

Kein einziges der 20 populärsten Nachrichten-Angebote lag in der Nähe dieses Verhältnisses. So hatten selbst die weiblichsten Kontrahenten stern.de und Berliner Morgenpost im erwähnten Zeitraum nur 42,4% weibliche Nutzer. Ebenfalls immerhin noch über der 40%-Marke liegen Focus Online, Zeit Online, RP Online und die BZ aus Berlin.

Besonders männlich sind die Nutzerschaften der Websites mit Wirtschaft- und Finanz-Schwerpunkt: Bei FTD.de beträgt das Verhältnis zwischen Männern und Frauen sage und schreibe 79,2% zu 20,8%, auch manager magazin und Handelsblatt haben mehr als 70% männliche Nutzer. Ebenfalls ein sehr männliches Publikum haben n-tv.de und FAZ.net.

Nach Unique Usern gerechnet sieht die Top 4 im Übrigen bei beiden Geschlechtern gleich aus: Bild.de führt vor Spiegel Online, Focus Online und Welt Online. Dahinter folgt bei den Männern sueddeutsche.de, bei den Frauen stern.de. Zudem lägen bei den Frauen RP Online und Abendblatt.de noch vor FAZ.net.

Ohnehin haben die Internet-Ableger von Regionalzeitungen tendenziell noch das weiblichste Publikum. So finden sich auf den Rängen 21 bis 50 der populärsten Nachrichtenangebote neben News.de mit BerlinOnline, der Nordwest-Zeitung, der Schwäbischen Zeitung und den Westfälischen Nachrichten auch Angebote mit einer Frauen-Rate von mehr als 45%. Die Westfälischen Nachrichten sind dabei mit 47,6% das weiblichste unter den 50 Angeboten und liegt als einziger Kontrahent sogar über dem erwähnten Frauen-Anteil unter den Gesamt-Internet-Nutzern (47,2%).

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