Zeitungen entbinden Wulff-Anwalt von Schweigepflicht

Publishing Christian Wulff könne nicht die versprochenen 400 Antworten auf 400 Fragen veröffentlichen, sagte sein Anwalt, weil er das Recht der Journalisten am eigenen Wort nicht verletzen dürfe. Doch viele Zeitungen, darunter Bild, Frankfurter Rundschau und Berliner Zeitung, entbinden den Anwalt nun von seiner Verschwiegenheitspflicht.

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Christian Wulff hatte volle Transparenz versprochen. Die Zeitungen, deren Journalisten der Bundespräsidenten-Anwalt angeblich schützen will, verzichten auf den Dienst. Sie erlauben Gernot Lehr, ihre Anfragen publik zu machen. „Frankfurter Rundschau und Berliner Zeitung helfen Bundespräsident Wulff jetzt bei der Herstellung von Transparenz und entbinden seinen Anwalt mit sofortiger Wirkung von der Verschwiegenheitspflicht“, schreiben die DuMont-Blätter auf ihren Webseiten. „Alle Anfragen der FR und der Berliner Zeitung zu Wulffs Privatdarlehen, zu seinem BW-Bank-Kredit, zu Zinskonditionen und Urlaubsreisen, zu Unternehmerfreundschaften, Grundbucheinträgen, Sicherheiten, zu eventueller Steuerhinterziehung, zu Überweisungen, Daueraufträgen und Tilgungen dürfen gerne veröffentlicht werden."
Auch die Bild fordert eine Veröffentlichung der versprochenen 400 Antworten. Der Chefredakteur des Springer-Blatts Kai Diekmann bot Wulff an, alle Anfragen seiner Zeitung sowie die Antworten im Internet zu veröffentlichen, berichtet der Nachrichtensender n-tv.
Somit sind nun wieder Wulff und dessen Medienanwalt Gernot Lehr am Zug. Sie müssen sich eine neue Ausrede einfallen lassen, weshalb sie die 400 Antworten nicht liefern.

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