Von “Oben ohne” bis Zuschauer-Voting

Fernsehen Nur noch ein Tag bis zum Start der neuen Staffel der Dschungelshow “Ich bin ein Star - holt mich hier raus!” bei RTL. Das Ultra-Trash-Format garantiert auch diesmal wieder beste TV-Unterhaltung. Alle werden sich wieder aufregen und alle werden zuschauen. Wir verkürzen die Wartezeit bis zum Start der Show mit Teil zwei unseres kleinen MEEDIA-Dschungel-Lexikons. Diesmal mit den Buchstaben O bis Z. Mit dabei: T wie Toilettenproblematik, R wie Reis mit Bohnen und S wie Schimmel-Busen.

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O –  wie Oben Ohne
Immer wieder ein Thema ist der Tümpel, in dem die “Stars” ihrer Körper-Hygiene nachgehen. Bisher wurde im Camp mit weiblichen Reizen eher gegeizt – kein vergleich mit den ausführlichen, programmfüllenden Duschszenen aus “Big Brother”. Schlimmer noch ist aber der verhängnisvolle Dschungel-Trend zum “Unten ohne”: Viele waren verstört, als sich statt Playboy-Models der greise Rainer Langhans nackig machte und seine Geschlechtsteile unverkrampft in die Kamera hielt. Oder Günther Kaufmann XXS-Badehöschen zur Schau trug. Das soll diesmal anders werden. RTL hat mit Micaela Schäfer extra ein so genanntes Nackt-Model gecastet, die bereits verkündet hat, im Dschungel “nur im Slip” herum zu laufen. Man muss halt Profis ranlassen.

P – wie Phobien
Die Macher der Show spielen stets mit Urängsten und Phobien in den Dschungel-Prüfungen. Da müssen sich Kandidaten in dunkle Särge legen, in denen sie dann mit allerlei Getier (siehe Folge 1 K wie Kakerlaken) überschüttet werden. Die Angst vor dem Dunkel, die Angst vor Enge und vor Eingesperrtsein, Höhenangst und die Angst vor Wasser – all dies kommt garantiert in jeder Staffel dran. Und dann auch noch die Phobie vor Spinnen oder generell Insekten, die man sich in den Mund stecken muss. Die “Stars” müssen sich ihr Geld im Dschungel wirklich hart verdienen.

Q – wie Querulant
Eine typische Rolle, die jedes Mal von einem Protagonisten der Show ausgefüllt wird. In der vergangenen Staffel brachte es Sarah Knappik als Dschungel-Natter und Top-Nervensäge zu wahrer Meisterschaft. Die Querulanten gehören zur Show wie Kakerlaken-Horden und Känguruh-Hoden. Denn ohne Querulanten stellt sich der gefürchtete Camp-Koller (siehe C) nicht rechtzeitig und intensiv genug ein. Top-Kandidaten für die Querulanten-Rolle diesmal: Kim Gloss, Micaela Schäfer, Radost Bokel und natürlich "Jazzy".

R – wie  Reis mit Bohnen
Das Standard-Dschungel-Mahl. Wenn mal wieder ein "Star" bei einer Prüfung versagt hat, kommt Reis mit Bohnen auf den Teller und der gefürchtete Camp-Koller naht. Denn offenbar sorgt das 08/15-Gericht nach wenigen Tagen für gehörigen Frust und für so manches Verdauungs-Problem (siehe T wie Toilettenproblematik).

S – wie Scripted Reality
Ein schlimmer Vorwurf, der immer mal wieder erhoben wird: Die Konflikte und lustigen Geschichten aus dem Urwald seien alle von der Redaktion erfunden! Wir meinen: kann gar nicht sein! Dafür sind die Stories aus dem Dschungel viel zu gut und die schauspielerischen Qualitäten der Insassen viel zu schlecht. Jay Kahns unendlicher dummer Blick, als ihn Sarah K. in der vergangenen Staffel zur Rede gestellt hat – das muss einfach echt gewesen sein. Sonst wäre ein Oscar fällig.

S – wie Schimmel-Busen
Hier noch ein Bonus-Buchstabe. Dr. Bob hat in der Bild gewarnt, dass die Silikon-Brüste von Brigitte Nielsen und Micaela Schäfer wegen des tropischen Klimas anfangen könnten zu schimmeln. Potzblitz! Und da haben wir auch schon die erste Wort-Kreation noch bevor es überhaupt losgeht: Busen-Schimmel. Wir freuen uns auf weitere Spitzen-Kalauer dieses Formats!

T – wie Toilettenproblematik
Ein unappetitliches Thema, das aber in jeder Staffel früher oder später auf der Tagesordnung steht. Die permanente Zufuhr von Reis mit Bohnen sorgt bei den “Stars” offenbar für verstärktes Bauchgrimmen. Die Folgen sind entweder Verstopfung wie bei Sarah Knappik oder – schlimmer – das Gegenteil. Wir erinnern und an den entsetzten Ausruf von Männer-Model Nico Schwanz in Staffel vier: "Welche Drecksau hat das Klo vollgeschissen?"

U – wie Untersuchungshaft
Eine Knast-Affinität ist immer gut, will man im Camp reüssieren. Mathieu Carrière saß schon mal im echten Gefängnis, Dschungel-Queen Ingrid van Bergen saß sogar mehrere Jahre ab, weil sie ihren Liebhaber erschossen hat. Günther Kaufmann war “nur” mal zu einer Bewährungs- und Geldstrafe verurteilt worden, weil er zwei Leute mit Falschaussagen in U-Haft gebracht hatte und Katy Karrenbauer spielte jahrelang immerhin die Knast-Lesbe Walter in der RTL-Reihe “Hinter Gittern”. Den umgekehrten Weg gehen nun einige aus der aktuellen Besatzung. Martin Kesici hat angeblich so viele Schulden, dass er in den Dschungel zieht, um einer Haftstrafe zu entgehen. Gleiches gilt für Ex-TicTacToe-Göre Jazzy. Vielleicht hätten beide noch bis zur nächsten Staffel warten sollen. Ein bisschen Knast-Erfahrung im Dschungel kommt immer gut an und sorgt für die notwendige Gelassenheit.

V – wie Versace Hotel
Eine kleine, aber nicht wegzudenkende Nebenrolle im großen Dschungel-Drama spielt das Hotel Versace. Stützpunkt der Crew, Sammelort für rausgewählte “Stars”. Immer wieder wird das Hotel Versace von dem Moderatorenduo Sonja Zietlow und Dirk Bach namentlich erwähnt. Gerne fallen dabei auch Begriffe wie “Luxus”, “edel” usw. Ein bisschen Werbung schadet nie. Es soll ja sogar Leute geben haben, die nur im Hotel Versace übernachten, um mal so ein bisschen Dschungel-Show-Feeling zu schnuppern.

W – wie Weichei
So wie die Querulanten dürfen auch sie in keiner Staffel fehlen: Die Weicheier und Dschungel-Softies. Zu den Weicheiern zählen eher Typen wie Carsten Spengemann, der bei seiner Dschungel-Prüfung "Terror-Turm" in Staffel 2 mächtig versagte oder Leute wie Porno-Darstellerin Dolly Buster, die ihren Auftritt auch schon nach kurzer Zeit beendete. Ein Softie kann es jedoch bis auf den Dschungel-Thron schaffen. Beste Beispiele sind Ross Anthony, der Sieger der dritten Staffel und der sanfte Hutträger Peer Kusmagk, der die jüngste Staffel gewann.

X – eXit
Okay, das ist an den Haaren herbeigezogen, aber uns ist nichts anderes zu “X” eingefallen. Der eXit aus der Show erfolgt entweder, indem man rausgewählt wird (siehe Z wie Zuschauer-Voting) oder freiwillig. Dann muss ein Teilnehmer laut rufen “Ich bin ein Star – holt mich hier raus!” Und schon heißt es Adé Reis mit Bohnen und ab ans Büffet ins Hotel Versace. Das perfide ist, dass sich die Insassen mit dem Ausruf selbst als “Star” bezeichnen müssen, was stets dreist gelogen ist und somit ein Maß an schauspielerischen Fähigkeiten verlangt, über das die meisten nicht verfügen. Darum wird dieser Joker nur selten gezogen. (Es gibt böse Gerüchte, die besagen, dass das Honorar niedriger ausfällt, wenn man freiwillig aus der Show aussteigt. Wir glauben so etwas selbstverständlich nicht!)

Y – wie YouTube
RTL und Bild.de verwursten die Dschungel-Show auch online in zahlreichen Videos. Das Tolle an der Sendung ist aber, dass sich auch viele Nutzer berufen fühlen, eigene Dschungel-Zusammenschnitte bei YouTube hochzuladen. Rap-Videos für Sarah K. beispielsweise oder Videos die mal wieder beweisen sollen, dass garantiert alles nur Fake und Betrug ist bei der Dschungel-Show. Das Format bewegt die Leute und inspiriert sie, selbst kreativ zu werden. Ist doch auch was wert!

Z – wie Zuschauervoting
Zu Beginn dürfen die Zuschauer wählen, wen sie in eine Dschungelprüfung schicken. Das ist der fieseste Teil der Sendung, weil das Publikum da seinem kollektiven Sadismus freien Lauf lässt. Denn es werden mit schöner Regelmäßigkeit einzelne “Stars” herausgepickt, die immer und immer wieder gewählt werden. Das war so bei Großmaul Peter Bond, bei der eisenharten Désirée Nick und in der vergangenen Staffel bei Sarah Knappik. Später wählen die Zuschauer ihre Favoriten und bestimmen dadurch, wer gehen muss.

So, das war es mit unserem kleinen MEEDIA-Dschungellexikon. Am morgigen Freitag geht es endlich los, um 20.15 Uhr bei RTL. Wir sind natürlich dabei!

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