Season: Bei Gruner gibt’s sechs Jahreszeiten

Publishing Im Hause Gruner+Jahr gibt es gleich sechs Jahreszeiten. Die neue Frauenzeitschrift Season erscheint laut einer Produktinformation für Anzeigenkunden erstmals am 29. Februar (Schaltjahr!) und danach noch mit fünf Ausgaben in diesem Jahr. Die Druckauflage liegt bei stattlichen 300.000 Exemplaren. In der Beschreibung des Konzepts heißt es: "Season ist die Geheimwaffe gegen das Zuviel, gegen das Chaos. Ein Heft für Frauen, die Spaß am Wesentlichen haben." Ein Thema aus dem Dummy lautet: "Fit in 15 Minuten".

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Die Zielgruppe der Zeitschrift Season, die bis zum Start noch einen anderen Namen bekommen kann, sind Frauen zwischen 29 und 49 Jahren. Frauen, die nach der Vorstellung von Entwicklungschefredakteurin Wündrich (u.a. Glamour, Emotion) mitten im Berufsleben stehen ("Unser aller Alltag ist voll mit piepsenden SMS, dicht gedrängten Terminen und nie enden wollenden To-Do-Listen") und die Sehnsucht haben, Unwichtiges über Bord zu werfen ("Season ist für Frauen, die sich nach einem Heft sehnen, das sie kompetent darüber informiert, wie sie Zeit und Nerven sparen können und dabei sogar die Umwelt schonen").

Dass es erst ein weiteres Frauenmagazin auf dem ohnehin dicht besetzten Markt braucht, um gegen das "Zuviel" anzugehen, ist zwar ein Paradoxon, aber das ist ein anderes Thema. Gruner will mit Season eine kleine Lücke im eigenen Angebot schließen und ein "hochwertiges" Frauenmagazin neben der Brigitte positionieren. Die zweimonatliche Erscheinungsweise wählt der Verlag mit Verweis darauf, dass Season so "unabhängig von flüchtigen Trends" bleibe. Ein Teil der Geschichte ist vermutlich auch, dass die Macher nicht gleich mit einem Monatsmagazin vorpreschen wollen. Immerhin ist sich G+J sicher genug, nicht erst, wie bei anderen Titeln erprobt, einen One-Shot zu lancieren.

Eine Anzeigenseite in Season kostet zunächst 14.900 Euro, ein im Vergleich zum Wettbewerb äußerst konkurrenzfähiger Preis bei der hohen Druckauflage. Als Verkaufspreis einer Heftausgabe peile man etwa 3 Euro an, sagt G+J-Sprecherin Sabine Grüngreiff gegenüber MEEDIA. Bettina Wündrich hängt den Anspruch hoch und verspricht Leserinnen wie Anzeigenkunden "Lebensrealität statt Medienrealität". Hier geht es zu dem Prospekt für Anzeigenkunden (die Kollegen von w&v haben darauf zuerst hingewiesen).

Der Servicegedanke des Heftes wird im Internet wieder aufgegriffen. Das Konzept laute dort: "Suchen, finden, bestellen". Sabine Grüngreiff: "Die Onlinestrategie verzahnt den Servicegedanken des Heftes mit den Stärken des Netzes – so werden die im Heft vorgestellten Produkte online bestellbar sein – mit einfachen Verlinkungen in den eigenen SEASON-Online-Shop oder über Kooperationen mit den jeweiligen Herstellern."

Hinter Season steht ein Entwicklerteam der Storyboard GmbH, die von Markus Schönmann (u.a. Condé Nast, Burda) geleitet wird. Neben Wündrich gehören als Berater auch Nikolaus Albrecht (u.a. Vanity Fair-Chef) und Werner Mink (Art Direktor) zum Team. Die Storyboard GmbH soll auch wirtschaftlich am Erfolg von Season beteiligt werden – das Konzept stammt komplett von den Münchner Magazinexperten.

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