DNS-Changer: alle Fakten zum Schnelltest

Publishing Seit zwei Jahren trieb ein Virus nahezu unerkannt sein Unwesen im Web. Allein in Deutschland sollen laut Medienberichten mehr als 33.000 Computer angegriffen worden sein. Beim "DNS-Changer" handelt es sich um eine Schadsoftware, die Sie ungefragt auf Webseiten leiten, obwohl sie eine völlig andere Url aufrufen wollten. MEEDIA hat die wichtigsten Fakten zum Trojaner zusammengetragen und erklärt, wie Sie den digitalen Störenfried wieder loswerden.

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Welche Probleme verursacht der "DNS-Changer"?
Der "DNS-Changer" verhindert die korrekte Übersetzung von Internet-Adressen. Das bedeutet, er manipuliert die Netzwerkeinstellungen der befallenen Rechner und sorgt so dafür, dass statt der regulären DNS-Server, etwa der Deutschen Telekom, ein manipulierter DNS-Server mit Standort in Rumänien aufgerufen wird.

Diese DNS-Server stellen über das Internet die Verbindung zwischen zwei Rechnern her. Sie übersetzen jede in den Browser eingegebene Adresse in eine entsprechende IP, damit die Webseite aufgerufen werden kann. So lenkte der Trojaner ahnungslose Surfer auf Webseiten seiner Wahl.
Wer steckt hinter dem Virus?
Den "DNS-Changer" entwickelte ein internationaler Betrügerring, den das FBI nach zweijährigen Ermittlungen im vergangenen November in Estland hochnahm. Die Behörde verhaftete in Zusammenarbeit mit der estnischen Polizei sechs Männer und eine Frau im Alter von 26 bis 31 Jahren. Die Ganoven hatten über ihre Betrugsmasche mehr als 14 Millionen Euro erbeutet.
Wie finde ich heraus, ob mein Rechner betroffen ist?
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat zum Selbsttest eigens eine Website eingerichtet. Unter www.dns-ok.de können Sie herausfinden, ob ihr Rechner von dem Virus befallen ist.
Welche Systeme können betroffen sein?
Neben Windows-PCs können auch Mac-Systeme vom "DNS-Changer" befallen sein.
Was soll ich tun, wenn mein Rechner manipuliert wurde?
Das BSI und das Bundeskriminalamt (BKA) raten, unbedingt etwas gegen den Trojaner zu unternehmen. Dazu steht auf der Seite www.botfrei.de die kostenlose Software DE-Cleaner zur Verfügung. Mit Hilfe des DE-Cleaners können Sie Ihren PC von verschiedenen Schadprogrammen säubern.
Was passiert, wenn ich keine Lust oder Zeit habe, meinen PC zu säubern?
Bis vergangenen November war es möglich, dass Sie auf ganz andere Webseiten geleitet wurden, als die, die Sie in Ihre Adresszeile im Browser eingegeben haben. Seitdem hat das FBI die schadhaften DNS-Server jedoch durch korrekte ersetzt. Sollten Sie Ihr System dennoch nicht säubern, laufen ihre Anfragen bald ins Leere, denn ab dem 8. März schaltet das FBI die Rechner ab.

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