DJV bleibt Wulffs Neujahrsempfang fern

Publishing DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken hat seine Teilnahme am heutigen Neujahrsempfang des Bundespräsidenten abgesagt. Er protestiert damit gegen die "Desinformationspolitik des deutschen Staatsoberhaupts", heißt es in einer Pressemitteilung des Verbands.

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Seine vor Millionen Fernsehzuschauern gemachte Zusage, 400 Fragen zu beantworten und Transparenz herzustellen, habe Christian Wulff noch nicht einmal ansatzweise eingehalten. Sein Verhältnis zu den Medien sowie zu den Journalistinnen und Journalisten sei so gestört, dass sich ein Übergang zur Tagesordnung verbiete.
"Der Bundespräsident ist die Antworten auf die Fragen von Journalisten und Bürgern schuldig geblieben und hat es abgelehnt, sich den Fragen der Kolleginnen und Kollegen etwa in einer Pressekonferenz zu stellen", sagte Konken. Statt dessen sei ein Anwaltsbüro mit der Kommunikation des Bundespräsidenten beauftragt worden, das sich hinter anwaltlicher Verschwiegenheitspflicht verstecke. "So geht man als Präsident eines demokratischen Staates nicht mit den Medien um." Deshalb habe sich der DJV-Vorsitzende entschlossen, nicht am heutigen Neujahrsempfang teilzunehmen.
Der Bundesvorsitzende des Deutschen Journalisten-Verbandes nimmt seit Jahrzehnten traditionell am Neujahrsempfang des Bundespräsidenten teil. Eine Absage dieses Termins fand nach DJV-Angaben noch nie statt.

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