WDR steckt drei Millionen Euro in „Innovationstopf“

Fernsehen Die größte der ARD-Rundfunkanstalten hat im vergangenen Jahr für drei Millionen Euro neue Angebote für ein junges Publikum entwickelt. Dadurch ist unter anderem das TV-Format von Sabine Heinrichs Talk auf dem Radiosender 1Live entstanden. Auch für 2012 steht – trotz geplantem Stellenabbau – wieder ein Millionenbetrag zur Verfügung, berichtet das DJV-Magazin journalist.

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"Unsere Redaktionen sollten ermutigt werden, Neues auszuprobieren", sagte Hörfunkdirektor Wolfgang Schmitz dem journalist. "Von mir aus auch nach dem Verfahren Trial and Error."
Dazu plant die Rundfunkanstalt Programme, an denen sich Hörer und Zuschauer aktiv beteiligen können. Als Vorbild dient die 2009 vom RBB ausgestrahlte Sendung „24 Stunden Berlin“, die einen Tag in der Hauptstadt dokumentierte.
Das Ziel des WDR ist es außerdem, Radio, Fernsehen und Internet enger zu verzahnen. Dabei sollen die unterschiedlichen Redaktionen stärker zusammenarbeiten. So gibt es laut Schmitz beispielsweise eine Kooperation zwischen der türkischsprachigen Redaktion und der des Digitalradio-Kindersenders Kiraka, die an einem zweisprachigen deutsch-türkischen Magazin für Kinder werkeln.
Der WDR rechnet 2012 mit einem Verlust von 53,9 Millionen Euro. Im Dezember kündigte der Sender an, elf Planstellen abzubauen. Zwischen 2013 bis 2015 sollen jeweils 15 weitere Stellen eingespart werden.

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