SOPA: Blackout bei Facebook und Google?

Publishing Wie sähe Ihr Online-Tag aus, wenn Facebook den Dienst verweigern würde? Wenn Amazon die virtuellen Ladentore schließen würde? Und Sie ohne Google auf die Websuche gehen müssten? Genau das könnte passieren, wenn die US-Regierung SOPA, den Stop Online Piracy Act, verabschiedet. Würde dieser wirklich greifen, bedeutet das enorme Einschnitte in den Umgang von Providern mit den Daten ihrer Kunden. Insider gehen davon aus, dass die großen Portale mit zeitweiser Abschaltung gegen den Gesetzesentwurf protestieren könnten.

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Der Stop Online Piracy Act (SOPA) soll es amerikanischen Copyright-Inhabern, etwa Filmfirmen und Musiklabels, ermöglich, stärker gegen Rechteverletzungen im Web vorzugehen. Das Gesetz sorgt für Aufruhr in der IT-Branche. Denn tritt es in Kraft, könnten Unternehmen sich mit gerichtlichen Verfügungen direkt gegen die Betreiber von Angeboten richten.

Das würde bedeuten, dass Amazon als einer der größten Anbieter von Cloud-Speicher für illegal hochgeladenes Material zur Verantwortung gezogen werden könnten. Genauso wie Google für fälschlicherweise hochgeladene Videos auf YouTube. Oder aber Facebook für hochgeladene Bilder, die die Rechte Dritter verletzen.

In Branchenkreisen heißt es nun, dass die Firmen über eine Auszeit beraten, mit der sie gegen SOPA protestieren und die Öffentlichkeit für das Thema sensibilisieren wollen. Während Befürworter mit der Sicherung von Arbeitsplätzen in der Unterhaltungsbranche argumentieren, sprechen Gegner von Zensur.

Denn mit SOPA müssten sich Betreiber dazu verpflichten, dass auf ihren Servern keine Urheberrechtsverletzungen passieren – allein auf Grund der Größe etlicher Portale eine absolute Mammutaufgabe. Ansonsten müssten die Seiten ihren Dienst einstellen.

Auch wenn sich das Europa-Parlament jüngst gegen derlei Enwicklungen aussprach, so hätte ein koordinierter Blackout der größten Webseiten auch Auswirkungen für deutsche User. Markham Erickson, Geschäftsführer von NetCoalition, erklärte gegenüber Fox News, dass etliche IT-Firmen – darunter Google, Facebook, Twitter, PayPal, Yahoo und Wikipedia – in diesen Tagen genau darüber sprechen würden.

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