SpOn: großer Gewinner im Rekordmonat

Publishing Nie zuvor gab es einen Dezember, in dem die deutschen Online-Nachrichtenangebote so erfolgreich waren: Mehr als 641 Mio. redaktionelle Visits aus dem Inland verzeichneten sie nach MEEDIA-Berechnungen auf Basis der neuesten IVW-Zahlen. Erst einmal wurde dieser Wert übertroffen: Im März, als das Erdbeben-Tsunami-Atom-Drama in Japan die Welt bewegte. Einer der Klickbringer im Dezember dürfte die Affäre Wulff gewesen sein. Größter Gewinner war Spiegel Online, verloren haben u.a. n-tv.de und stern.de.

Werbeanzeige

Auf 125,47 Mio. redaktionelle Visits aus dem Inland kam Spiegel Online im Dezember – auch für die Hamburger ist das der zweitbeste Wert der bisherigen Historie, getoppt nur vom März 2011. Bei den exklusiv von MEEDIA aus den IVW-Zahlen der Nachrichten-Websites errechneten Marktanteilen legt Spiegel Online damit von 18,18% auf 19,57% zu – der beste Wert seit April. Marktanteile gewonnen haben innerhalb der Nachrichten-Top-Ten im Dezember zudem Focus Online (+0,04) und Zeit Online (+0,02), die anderen sieben Angebote büßten hingegen Marktanteilspunkte ein.

Zwar gewannen sieben der zehn Kontrahenten im Vergleich zum November redaktionelle Inlands-Visits hinzu, doch da sich die gesamte Branche im Durchschnitt deutlich nach oben entwickelte, reichten diese Zugewinne bei den meisten nicht für ein Marktanteils-Plus aus. Zudem verhinderte das enorme Spiegel-Online-Plus Marktanteils-Gewinne der Konkurrenz. Klare Nummer 1 bleibt natürlich weiterhin Bild.de – mit 159,50 Mio. Besuchen beträgt der Vorsprung auf Spiegel Online komfortable 34 Mio. Dahinter folgen wie gehabt Focus und Welt, auf Platz 5 hat Süddeutsche.de n-tv.de überholt.

Die größten Verlierer innerhalb der Top Ten sind nach Marktanteilen n-tv.de (-0,26), stern.de (-0,22) und Bild.de (-0,17). Auf den Rängen 11 bis 25 büßten zudem manager magazin online (-0,18), das Hamburger Abendblatt (-0,15) und Handelsblatt.com (-0,11) mehr als 0,1 Marktanteilspunkte ein. Aufsteiger auf den Rängen 11 bis 25 gibt es nur einen: die Augsburger Allgemeine mit 0,01 Zählern.

In der zweiten Hälfte unseres Top-50-Rankings gibt es zwei Angebote, die im November nicht vertreten waren. Die Neue Osnabrücker Zeitung kehrt in die IVW-Statistiken zurück, nachdem es zuvor technische Probleme gegeben hatte, die Berliner Zeitung ist erstmals als eigenständiges Angebot dabei – früher wurden die Zahlen der Website zu BerlinOnline gezählt.

Marktanteilsgewinner gibt es auf den Plätzen 26 bis 50 immerhin drei: die B.Z. aus Berlin, OVB online aus Rosenheim und die Rhein-Zeitung. Am deutlichsten verloren haben hingegen das Duo aus Stuttgarter Zeitung und Stuttgarter Nachrichten, das im November noch von der Stuttgart-21-Volksabstimmung profitiert hatte, sowie das Medienhaus Lensing /Ruhr Nachrichten) und der General-Anzeiger.

Eine gesonderte Analyse zu den IVW-Zahlen abseits der Nachrichtenbranche lesen Sie hier.

Werbeanzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Werbeanzeige

Werbeanzeige