Wie Ken&Barbie: Steve Jobs als Action-Puppe

Witzige Spielfigur oder Geschmacksverirrung im Hype um den Apple-Gründer: Steve Jobs als Actionfigur, zu haben für 99,99 Dollar beim Spielzeughersteller In Icons. Ende Februar sollten die ersten Mini-Abbilder des verstorbenen Design-Genies auf den Markt kommen – nun aber sperrt sich Apple. Wie der Telegraph berichtet, droht das Unternehmen mit einer Klage gegen den chinesischen Puppenhersteller wegen Verletzung der Persönlichkeitsrechte des Toten. In Icons will trotzdem verkaufen.

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Witziges Accessoire oder Geschmacksverirrung im Hype um den Apple-Gründer: Steve Jobs als Actionfigur, zu haben für 99,99 Dollar beim Spielzeughersteller In Icons. Ende Februar sollten die ersten Mini-Abbilder des verstorbenen Design-Genies auf den Markt kommen – nun aber sperrt sich Apple. Wie der Telegraph berichtet, droht das Unternehmen mit einer Klage gegen den chinesischen Puppenhersteller wegen Verletzung der Persönlichkeitsrechte des Toten. In Icons will trotzdem verkaufen.

Wenn es noch einen letzten Beweis gebraucht hat, dass Steve Jobs in der Popkultur angekommen ist, dann wird liefert in nun ein chinesisches Unternehmen namens In Icons, das den Apple-Gründer als Spielzeugfigur auf den Markt bringen will. Wie Ken und Barbie, Britney Spears oder Justin Bieber – Steve Jobs zum Spielen, rund 30 Zentimeter groß.

Der neue iKult kommt fast zu von Apple gewohnten (Auf-)Preisen daher: Happige 99,99 Dollar soll die Steve Jobs-Puppe kosten, dafür wird aber auch einiges geboten – gleich drei Paar abnehmbare Hände, die charakteristische Gesten der Präsentations-Ikone nachstellen sollen, weitere Accessoires wie der unvermeidliche Rollenkragen-Pulli, die klassischen Bluejeans und typischen Sneaker, Plastik-Äpfel (davon einer angebissen) und natürlich der legendäre Schriftzug als Banner: "One more thing". 

Apple geht gegen Verkauf der Jobs-Puppe vor
Zuviel der kultischen posthumen Jobs-Verehrung? Wie der Daily Telegraph berichtet, Apple – inzwischen geführt vom langjährigen Vize Tim Cook – schritt offenbar längst ein und übermittelte an den chinesischen Spielzeughersteller eine Unterlassungserklärung, da die Persönlichkeitsrechte von Steve Jobs verletzt würden – im Falle der Verwendung vin Apple-Geräten und -Logos fielen zusätzlich Copyright-Verletzungen an.
Tandy Cheung, Chef von In Icons, der nach Angaben von ABC News "Jahre" mit der Entwicklung der Jobs-Puppe verbracht haben will, ficht das nicht an: "Apple kann machen, was sie wollen, ich werde nichts stoppen, die Produktion läuft bereits".

In Icons: "Glaube nicht, dass Apple die Markenrechte an Jobs hält"
Tatsächlich wähnt sich Cheung nach Konsultation mehrerer Anwälte ziemlich sicher: "Steve Jobs ist kein Schauspieler, er ist einfach eine Berühmtheit. Es ist aber keinen Copyright-Schutz bei normalen Menschen", erklärt der Hongkonger Manager. Und legt nach: "Steve Jobs ist ja kein Produkt. Ich glaube nicht, dass Apple die Markenrechte an ihm hält.

Das wohl nicht –  allerdings vergisst Cheung dabei wohl den "California Celebrities Rights Act", der die Persönlichkeitsrechte von Prominenten schützt – auch zwar auch nach deren Tod. In der Vergangenheit hatte Apple die Persönlichkeitsrechte von Jobs bereits verteidigt und so vor knapp zwei Jahren den Verkauf einer Steve Jobs-Spielzeugfigur  durch den Hongkonger Anbieter M.I.C. Gadget Store verboten. Auch Facebook war vergangenes Jahr eingeschritten, als eine Figur auf den Markt kommen sollte, die offenkundig Mark Zuckerberg darstellen sollte.

Eigene Schlagzeilen dürfte Apple unterdessen wieder Ende Januar liefern. Dann steht nicht nur die Veröffentlichung der mit Spannung erwarteten Geschäftszahlen des Dezember-Quartals an (24. Januar), sondern auch ein mysteriöses Pressevent in New York. Branchenexperten erwarteten indes nicht die Vorstellung des neues iPads oder gar eines möglichen Apple-Fernsehers, sondern vielmehr die Weiterentwicklung des Buchangebots iBooks in Richtung Lehrbücher.

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