Wulff klagt wegen Facebook-Beleidigung

Facebook als Rechtsfalle: Bundespräsident Christian Wulff hat persönlich einen 45-Jährigen angezeigt, weil dieser ihn und seine Frau in dem sozialen Netzwerk verunglimpft haben soll. Ende 2010 soll er ein Foto des Präsidenten-Paars veröffentlicht und dazu geschrieben haben, Bettina Wulff fehle nur ein "Schiffchen auf dem Kopf" und sie sehe aus wie ein "Blitzmädel im Afrika-Einsatz", berichtet die Nachrichtenagentur dpa. Der Zittauer muss sich nun vor dem Landesgericht Dresden verantworten.

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Als "Blitzmädel" wurden im Zweiten Weltkrieg Frauen bezeichnet, die bei der deutschen Wehrmacht als Weihnachtshelferinnen tätig waren. Nach offiziellen Angaben betraf das rund eine halbe Million Frauen.
Bereits im Dezember 2010 zeigte Wulff den 45-Jährigen wegen Verunglimpfung des Bundespräsidenten und Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen an. Denn neben dem Kommentar soll Bettina Wulff auf dem Foto ihren Arm zum Hitlergruß ausgestreckt haben, heißt es in dem Bericht. Allerdings ist unklar, ob es sich um eine Fotomontage handelt oder ob das Bild mit der vermeintlich rechtsextremen Pose zufällig entstand.
Wie das Dresdener Landesgericht mitteilt, droht dem Angeklagten eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren. Die Verhandlung soll am 11. Januar um 13.00 Uhr stattfinden.

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