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Internetaktien 2011: LinkedIns großes Jahr

Das Börsenjahr neigt sich auf die Zielgerade. Fest steht: 2011 war um einiges problematischer als das Vorjahr. Die Schuldenkrise in Europa blieb das beherrschende Thema des Jahres, das die Märkte bis zum Ende fest im Griff hatte. Im Internet-Sektor konnten sich einige Wachstumsstorys von der Stagnation der Technologiebörse Nasdaq abkoppeln – allen voran die Börsendebütanten der neuen Dotcom-Generation, die zunächst furios zulegten. Alte Favoriten hatten es schwerer.

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Das Börsenjahr neigt sich auf die Zielgerade. Fest steht: 2011 war um einiges problematischer als das Vorjahr. Die Schuldenkrise in Europa blieb das beherrschende Thema des Jahres, das die Märkte bis zum Ende fest im Griff hatte. Im Internet-Sektor konnten  sich einige Wachstumsstorys von der Stagnation der Technologiebörse Nasdaq abkoppeln – allen voran die Börsendebütanten der neuen Dotcom-Generation, die zunächst furios zulegten. Alte Favoriten hatten es schwerer.

5. eBay : +11 Prozent

Immerhin: Seinen Aktionären in einem so schwierigen Börsenjahr wie 2011  noch ein schönes Plus bescheren zu können, ist so schlecht nicht – der weitaus höher bewertete Konkurrent Amazon etwa tendierte komplett unverändert, Google nur leicht im Plus.  

Für 11 Prozent hat es beim weltgrößten Online-Auktionator eBay am Ende dank beständig zweistelliger Zuwächse gereicht – eine solide Performance vor allem des Wachstumstreibers PayPal.  Dennoch wird der Online-Pionier, der inzwischen wieder 40 Milliarden Dollar wert ist, nicht ganz zufrieden sein: Mitte des Jahres war das Kursplus bereits auf fast 30 Prozent angeschwollen.

4. Groupon +14 Prozent

Es ist vielleicht der meistdiskutierte Internet-Konzern des Jahres: der große Aufsteiger Groupon, der eine wahre Achterbahnfahrt hinter sich hat. Lange Zeit sah es so aus, als könnte  das 2010 noch am schnellsten wachsende Unternehmen der Welt den größten Dotcom-Börsengang seit Google hinlegen – dann kam die Börsenkrise, und Groupon musste länger warten, als es dem Schnäppchenportal mit seinem ehrgeizigen Gründer Andrew Mason recht war. 

Im November war es schließlich so weit: Groupon ging selbst mit einen Abschlag an die Wall Street und musste Zynga das größte IPO des Jahres überlassen. Dafür konnte sich Groupon nach einem wilden Ritt an der Nasdaq zum Jahresende erholen und Aktionären ein knapp zweistelliges Plus präsentieren, während Zynga unter Ausgabekurs notiert.

3. Priceline + 21 Prozent

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Es ist der stille Star unter den fünf wertvollsten Internetkonzernen der Welt – dort ist Priceline nämlich inzwischen angekommen.  24 Milliarden Dollar ist der größte Online-Reisebuchungsanbieter der USA inzwischen wert – mehr als Internet-Pionier Yahoo, der 2011 nicht nur seine Vorstandsvorsitzende Carol Bartz, sondern auch noch zweistellig an der Börse verlor.

Priceline, das wie Yahoo bereits Ende der 90er-Jahre zu den hoch gewetteten Internetstars zählte, setzte den Höhenflug der Vorjahre u.a. dank des ungebrochenen Erfolgs seiner Buchungsplattform Booking.com weiter fort – die Aktie zog mehr als 20 Prozent an.

2. Baidu: +22 Prozent
Vor Priceline und sogar vor eBay hat sich inzwischen Baidu als  drittwertvollster Konzern des Internets etabliert.  Stolze 45 Milliarden Dollar beträgt der Börsenwert inzwischen – nur Amazon und Google sind wertvoller. Warum die chinesische Suchmaschine näher an das Top-Duo herangerückt ist, unterstreicht das Geschäftsjahr 2011, in dem der meistbeachtete  Internetkonzern aus dem Reich der Mitte weiter Gewinnzuwächse von 80 Prozent und mehr vermelden konnte.

Auch für die Aktie wäre noch viel mehr viel drin gewesen: Zur Jahreshälfte lag das Papier fast um 75 Prozent vorne, ehe die Risikobereitschaft der Anleger im Zuge der Börsenturbulenzen schwand. Allerdings ist die Baidu-Aktie mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von fast 50 weiter sportlich bewertet.

 1. LinkedIn: + 42 Prozent

Wer hätte das zu Jahresbeginn gedacht: Die erfolgreichste Internetaktie des Jahres war Anfang 2011 noch gar nicht an der Börse.  Im Mai erst war es so weit, doch dann zündete mit dem IPO von LinkedIn gleich "der Netscape-Moment". Nicht nur gelang dem Online-Business-Netzwerk seinerzeit der größte Börsengang eines Internet-Unternehmens seit dem  Börsengang von Google 2004 – es war gleichzeitig das Debüt des ersten amerikanischen Internet-Unternehmens des hoch gewetteten Social-Media-Sektors an der New York Stock Exchange.

 

Und was für eins! Mehrfach wurde die Bookbuildingspanne und am Ende der Ausgabepreis angehoben, bei 45 Dollar debütierte LinkedIn schließlich an der Nasdaq, um sich dann bei Erstnotiz fast zu verdoppeln. Zu Jahresende hat LinkedIn diese ersten Kursnotierungen, die in der Spitze bis auf 122 Dollar schossen,  zwar nicht bestätigen können, doch Zeichner blieb bis heute ein stolzes Plus von 42 Prozent – das ist mehr als jedes andere höher kapitalisierte Internet-Unternehmen 2011 zu bieten hatte. 

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