Tip: Warum Günther Jauch peinlich ist

Das Berliner Stadtmagazin Tip (gehört zum Berliner Verlag von M. DuMont Schauberg) hat wieder die "100 peinlichsten Berliner" ausgesucht. Darunter neben erwartbaren Politikern (u.a. Philipp Rösler, Gerwald Claus-Brunner), Würdenträgern (Christian Wulff) und Musiker-Schauspielern (BossHoss, Sarah Connor, Matthias Schweighöfer) auch zahlreiche Medienfiguren. Mit dabei: Til Schweiger, Martin Sonneborn und Günther Jauch. Die Aufnahme in die Liste ist Schande und Auszeichnung zugleich.

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Die Tip-Redaktion um Chefredakteur Heiko Zwirner hat sich ins Zeug gelegt, diejenigen Berliner in die Liste der "Nervensägen des Jahres" aufzunehmen, die es wirklich ihrer Meinung nach verdient haben, auch dort aufzutauchen. In die Top 10 schaffte es beispielsweise Claudia Nothelle, die Programmdirektorin des rbb. Das Tip-Urteil: Sie "irrlichert umher, als habe man ihr keine Arbeitsplatzbeschreibung mitgegeben". Anhaltspunkte dafür seien ihr Krisenmanagement im Streit um den gefeuerten Radiomoderator Ken Jebsen (der ist selber auch auf der Liste), die Übertragung der Hochzeit eines obskuren Adligen und ihre Moderation der Wahlkampf-Fernsehduelle vor der Senatswahl in Berlin.

Ebenfalls ganz vorne mit dabei: Titanic-Mann und Partei-Boss Martin Sonneborn. Der Tip meint: "Kein erwachsener Mensch braucht heute einen Sonneborn, um zu erkennen, dass das Politbusiness von absurden Auftritten und hohlen Phrasen geprägt ist." Der künftige Tatort-Kommissar Til Schweiger sollte eigentlich in diesem Jahr verschont bleiben, doch sein seltsamer Auftritt bei einer Preisverleihung sei "reines Gebrabbel" gewesen.

Weitere laut Tip nervige Medien-Berliner:

Günther Jauch: "Sie müssen jetzt ganz tapfer sein. Ihre Talkshow heißt gar nicht mehr Stern TV. Die darf jetzt auch mal wehtun."

Sarah Kuttner: "Sie hat nicht verstanden, dass gute Schriftsteller immer zugeben, über sich zu schreiben."

Giovanni di Lorenzo: "Der Zeit-Mann hat seinen guten Ruf zerstört….Verdient hätte Guttenberg ein Verhör, der Journalist aber rettet den Ex-Minister, indem er einknickt…"

Vera Int-Veen: "Immer auf der Seite der Starken."

Wolfram Weimer: "Focus ist nicht Cicero. Weimers Ambitionen gingen am Leser vorbei, seine Titelgeschichten verkauften sich sensationell schlecht."

Joko Winterscheidt: "Florian Silbereisen der MTV-Generation"

In der Rubrik "Dauernerver" belegten – nicht ganz überraschend – Franz-Josef Wagner und Mario Barth vordere Plätze.

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