Das Wetten auf das Ende der VZ-Netzwerke

Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen: Erst wurde der Siegeszug von StudiVZ mit viel Misstrauen von Medien und Bloggern begleitet und nun wird der Niedergang des einstigen Facebook-Rivalen mit ebensoviel Interesse beobachtet. Alle scheinen dabei nur noch auf das offizielle Ende des Social Networks zu warten. Die Tage bis zum statistischen Ende der Web-Plattform zählt jetzt der neue Rechner Wannstirbtstudivz.com. herunter. Demnach bleiben noch elf Wochen und ein Tag.

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Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen: Erst wurde der Siegeszug von StudiVZ mit viel Misstrauen von Medien und Bloggern begleitet und nun wird der Niedergang des einstigen Facebook-Rivalen mit ebensoviel Interesse beobachtet. Alle scheinen dabei nur noch auf das offizielle Ende des Social Networks zu warten. Die Tage bis zum statistischen Ende der Web-Plattform zählt jetzt der neue Rechner Wannstirbtstudivz.com. herunter. Demnach bleiben noch elf Wochen und ein Tag.

Die Statistik wird als „eine laufend aktualisierte, streng wissenschaftliche Prognose des Blinkenlichten-Institutes für sinnüberwindende Daten-Interaktionen“ erklärt. Zu deutsch: Hinter dem Projekt steckt die Produktionsfirma vom "elektrischen Reporter" Mario Sixtus.

Inspiriert wurde die Idee von einem Blogpost von Martin Vogel, der auch einen großen FAZ-Text zur Folge hatte. Unter der Überschrift „Implosion eines Sozialen Netzwerks“ hatte der Bauingenieur von der Uni Bochum gebloggt: „Was im Moment bei den VZ-Netzwerken abgeht, habe ich noch nie gesehen.“ Denn seit 15 Monaten sinken die Besucherzahlen des Portals fast linear. “Das heißt, der Prozentsatz der monatlichen Abwanderung steigt im Durchschnitt in jedem Monat weiter an.“ Seiner Meinung nach wäre es normal, dass sich der Niedergang verlangsamt und „gegen Ende sanft ausklingt“.

Im November kamen die VZ-Netzwerke noch auf 84 Millionen Visits. Damit sind die drei Angebote StudiVZ, SchuelerVZ und MeinVZ noch immer echte Schwergewichte. Die Betonung liegt dabei allerdings auf dem Wort "noch". Denn innerhalb von zwölf Monaten verloren die VZ-Seiten 77 Prozent ihrer Besucher.

Der vorerst letzte Versuch des Managments, das Portal zu Retten, scheint im Herbst gescheitert zu sein. Damals versuchten die Macher mit einem Relaunch die Nutzer vom Abwandern zu Facebook abzuhalten. Außer einem PR-Gau um das Tool "VZ-Pausenhof" scheint die Renovierung der Seite nichts gebracht zu haben.

Tatsächlich hat der Niedergang auch eine gewisse  Symmetrie . Denn in seiner Abwärtsspirale ähnelt er fast schon dem gigantischen Wachstum, mit dem StudiVZ nach seiner Gründung Deutschland im Sturm eroberte. Jetzt scheint das Pendel ähnlich brutal in die andere Richtung zurück zu schlagen.

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