Deutschlandstart von Microsofts Streetside

Microsoft hat offenbar Angst vor zu viel negativer PR oder Kritik: So haben sich die US-Amerikaner die wohl ruhigste und unauffälligste Zeit des Jahres ausgesucht, um den eigenen Konkurrenten von Googles Streetview, Streetside, in Deutschland freizuschalten. Zum Start wurden Ausschnitte von 16 Städten, unter anderem Augsburg, Düsseldorf, Berlin und Frankfurt, online gestellt. Vor allem in kleineren Städten wie Erlangen und Darmstadt liegt das Alleinstellungsmerkmal des neuen Dienstes.

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Zum Start scheint es jedoch noch ein paar kleinere technische Probleme zu geben. So waren beim Versuch, Bilder von München zu sehen, sehr viele Testanläufe und Neustarts des Bing-Services von Nöten. Grundvoraussetzung zur Streetside-Nutzung ist die Installation von Silverlight, dem microsofteigenen Flashkonurrenten.

Zu sehen sind Ausschnitte aus Augsburg, Berlin, Darmstadt, Düsseldorf, Essen, Frankfurt am Main, Ingolstadt, Mainz, München, Nürnberg, Offenbach am Main, Regensburg, Stuttgart, Wiesbaden und Würzburg.

Im Vergleich zum Google-Dienst Streetview verläuft der Launch des neuen Microsoft-Angebotes sehr ruhig. Als Google seinen Dienst ins Netz stellte, herrschte eine hitzige Diskussion über die Möglichkeit, Häuserfronten frei im Web zu zeigen. 244.237 Hausbesitzer machten von ihren Widerspruchsrecht gebrauch und ließen ihre Immobilien verpixeln. Bei Streetside liegt diese Zahl nur noch bei rund 80.000 Haushalten.

Die Lehre, die Google daraus zog, ist der Verzicht auf weitere Kamerafahrten in Deutschland. Das heißt wiederum: Das Abfahren und Filmen von kleineren Städten wie Augsburg, Erlangen und Co. ist die große Chance für Streetside, ein echtes Alleinstellungsmerkmal zu schaffen.

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