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Die Weihnachtspause beim Focus

Jetzt weihnachtet es aber wirklich sehr. Morgen ist Heiligabend, der Bundespräsident hat noch schnell reinen Tisch gemacht. Die letzten Weihnachtskarten trudeln ein. Der Verteidigungsminister führt auf Truppenbesuch in Afghanistan seinen neuen Outdoor-Klamotten vor und die Nachrichtenmagazine machen halb lang. Der Focus gönnt sich in diesem Jahr sogar eine kleine Auszeit und kommt “zwischen den Jahren” nur mit einer Doppelnummer.

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Weihnachtszeit – Besinnlichkeit. Ein bisschen mehr Besinnung als in der kurzatmigen News-Welt üblich gönnt sich der Focus “zwischen den Jahren”. Während der Spiegel den Erstverkaufstag wegen Weihnachten vom Montag auf Heiligabend vorzieht, erscheint der nächste Focus erst nach den Feiertagen am Dienstag, 27. Dezember. Die nächste Nummer kommt dann erst Samstag, 7. Januar. Der Spiegel erscheint dagegen wieder turnusgemäß am Montag, 2. Januar. Auf diese Weise spart sich das Nachrichtenmagazin aus München eine ganze Ausgabe. Hoffen wir mal für den Focus, dass "zwischen den Jahren" nicht viel passiert.

Kurz vor Weihnachten hat Bundespräsident Christian Wulff sich dann doch noch persönlich zu seiner Kredit-Affäre geäußert und seinen langjährigen Sprecher Olaf Glaeseker gefeuert. Man konnte in den vergangenen Tagen ohnehin den Eindruck gewinnen, dass Wulff schon einen neuen Sprecher hat, den Bonner Medienanwalt Gernot Lehr nämlich, der die Medien in Sachen Wulff’scher Baufinanzierung auf dem Laufenden hielt. Seien wir gespannt, ob wie die Geschichte vom strauchelnden Präsidenten und seinen Sprechern im nächsten Jahr weitergeht.

Ein neuer Stil ist im Verteidigungsministerium zu beobachten. Verteidigungsminister Thomas de Maizière besuchte die Truppe in Afghanistan und was fällt dem auf Äußerlichkeiten fixierten Medienfuzzi sofort ins Auge: die Jacke. De Maizières Vorgänger Karl Theodor zu Guttenberg pflegte Truppenbesuche stets in Jacken des Schweizer Edel-Outdoorherstellers Mammut zu absolvieren. Das gefiel der Firma so gut, dass die beim Abgang von zu Guttenberg sogar eine Werbenanzeige mit dem Mammut-Jacken-tragenden KTG schalten ließ. Nicht ohne Hinweis auf der Website, dass es sich bei der Jacke um ein Original handelt. Hihi. Zu Guttenbergs Nachfolger outete sich in Afghanistan jetzt als Fan der schwedischen Outdoor-Marke Fjäll Räven – das Fuchs-Logo der Marke ist deutlich auf Fotos zu erkennen. Ob der neue Verteidigungsminister jetzt auch zur Werbefigur wird?

Kurz vor Weihnachten kommen viele Weihnachtsgrüße ins Haus. Das ist schön und wärmt das Herz. Eine Weihnachtskarte stach in diesem Jahr heraus. Düster das Motiv, kalte Leuchter mit schwarzen Kerzen. Was liegt denn da auf dem Teller – rohes Fleisch? Nein, ein Hummer! Und was hängt denn da im Leuchter – etwa eine tote Fledermaus? Nein, eine schwarze Maske. Die Karte kam übrigens NICHT von Graf Dracula, sondern der Burda Style Group. Gothic-Style statt Instyle sozusagen. Ist mal was Anderes.

Frohes Fest!

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