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Bunte siegt gegen Caroline von Monaco

Prinzessin Caroline von Monaco muss dulden, dass die Bunte sie in einem Reisebericht über die Skiregion Arlberg und den Urlaubsort Zürs als „Dauergast“ erwähnt. Das Burda-Blatt hatte geschrieben, Caroline fahre „jedes Jahr in Zürs Ski - meist mit Familie“. Außerdem beschrieb es das Mittagsbüffet auf der Terrasse eines bestimmten Hotels, zu dem auch die „unauffällig auftretende Caroline im Skianzug“ anzutreffen sei. Das Bundesverfassungsgericht entschied nun, dass dies rechtens ist.

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Die Bunte hatte vorm Bundesverfassungsgericht gegen eine zuvor stattgegebene Unterlassung geklagt. Die erste Kammer des Ersten Senats des Bundesverfassungsgerichts hat die angegriffenen Entscheidungen aufgehoben, weil sie die People-Zeitschrift in ihrem Grundrecht auf Meinungsfreiheit verletzen würden, und die Sache an das Landgericht zur erneuten Entscheidung zurückverwiesen. Die zuvor verantwortlichen Fachgerichte hätten „Bedeutung und Tragweite der  Meinungsfreiheit verkannt“, heißt es in der Urteilsbegründung, die zugunsten Burdas ausfällt.
Das allgemeine Persönlichkeitsrecht biete im Bereich der  Wortberichterstattung keinen so weitreichenden Schutz wie bei der  Veröffentlichung von Bildern. Es schütze nicht schon davor, überhaupt in  einem Bericht mit Namen benannt zu werden, sondern biete nur in spezifischen Hinsichten Schutz, wobei es vor allem auf den Inhalt der  Berichterstattung ankomme. Im Fall von Caroline von Monaco sei keine Beeinträchtigung der Privat- oder Intimsphäre festzustellen.
Außerdem, so die Richter, könne es in solch einem Reisebericht durchaus von Interesse für die Leser sein, wer im beschriebenen Gebiet seinen Urlaub verbringt. Im  Hinblick auf die Leitbildfunktion Prominenter könne „für die Leserschaft die Frage nach Art und Ort der eigenen Urlaubsgestaltung angesprochen und damit Anlass für eine die Allgemeinheit interessierende Sachdebatte“ gegeben werden.

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