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Massive Facebook-Änderungen gefordert

Wenig Kritik: Der irische Datenschutzbeauftragte Billy Hawkes hat einen 149 Seiten umfassenden Bericht über Facebook veröffentlicht. Darin kommt das Netzwerk relativ gut weg. Der Datenschützer hat beispielsweise mit der Klarnamenpflicht kein Problem. Ein reiner Lobhudelbericht ist es dann aber doch nicht geworden. So sollen gelöschte Mails auch auf den Servern des Unternehmens gelöscht werden, und Nutzer sollen noch einmal über die automatische Gesichtserkennung informiert werden.

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Spätestens in der ersten Januarwoche sollen Nutzer darüber entscheiden können, ob sie an der automatischen Gesichtserkennung teilnehmen wollen oder nicht. Dazu soll auf den einzelnen Mitgliederseiten eine deutlich sichtbare Benachrichtigung erscheinen, berichtet taz.de.
Hawkes fordert außerdem, dass Facebook-Nutzer künftig einfacher Einblick in ihre gespeicherten Profildaten erhalten sollen. Den Anstoß dazu gab der österreichische Student Max Schrems, der von Facebook sämtliche über ihn gespeicherten Daten auf 1.222 PDF-Seiten zugeschickt bekommen hatte. Daraus ging unter anderem hervor, dass das Social Network von ihm gelöschte Mails weiter speicherte. „Die extrem gut recherchierten Beschwerden haben uns sicher geholfen, uns auf einige Aspekte zu konzentrieren“, sagte Hawkes dazu.
Bis Juli 2012 soll Facebook alle Änderungen umsetzen. Dazu gehört auch, Auskunftsersuchen wie Schrems eines stellte, zeitnah nachzukommen und zudem IP-Adressen, besuchte Seiten und Daten zur Gesichtserkennung zu übermitteln. Außerdem soll Facebook seine Nutzer besser darüber aufklären, zu welchen Werbezwecken ihre Daten verwendet werden.

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