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Facebook will Blue-Chip-Unternehmen werden

Der Countdown läuft für Facebook: Nach übereinstimmenden Medienberichten wird das Social Network im Frühjahr 2012 an die Börse gehen – und zwar mutmaßlich zur Rekordbewertung von 100 Milliarden Dollar. Langfristig liegen die Ziele indes noch höher, wie das Management dem Wall Street Journal verriet: Man wolle ein Blue Chip-Unternehmen von Weltrang sein – ein modernes Procter&Gamble. Dafür übt Mark Zuckerberg bereits fleißig: Der Gründer simuliert seit vergangenem Jahr Quartalskonferenzen.

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Der Countdown läuft für Facebook: Nach übereinstimmenden Medienberichten wird das weltgrößte Social Network im Frühjahr 2012 an die Börse gehen – und zwar mutmaßlich zur Rekordbewertung von 100 Milliarden Dollar. Langfristig liegen die Ziele indes noch höher, wie das Management dem Wall Street Journal verriet: Man wolle ein Blue Chip-Unternehmen von Weltrang sein – ein modernes Procter&Gamble. Dafür übt Mark Zuckerberg bereits fleißig: Der Gründer simuliert seit vergangenem Jahr Quartalskonferenzen.
Showtime für Mark Zuckerberg: Wenn Facebook im nächsten Jahr an der Wall Street notiert ist, hat der 27-Jährige alle drei Monate künftig einen Termin mehr – die turnusmäßige Telefonkonferenz mit Analysten bei der Verkündung der Quartalszahlen.

Fest steht bereits jetzt: Es wird nicht der betont lässige Auftritt vor praktisch gleichaltrigen Tech-Journalisten wie bei Produktvorstellungen, sondern eher der einer Verhörung vor Gericht gleichen – ein Fehler, eine vage Antwort kann Milliarden kosten und die Aktie im nachbörslichen Handel auf Talfahrt schicken. 

Training für die Börse: Zuckerberg übt fleißig Quartalkonferenzen
Kein Wunder also, dass sich Mark Zuckerberg, dem der öffentliche Auftritt bekanntlich nicht unbedingt liegt, längst auf das Leben als CEO eines börsengelisteten Unternehmens vorbereitet. Wie das Wall Street Journal berichtet, simuliert Zuckerberg und sein Managementteam bereits seit letztem Jahr Quartalskonferenzen, auf denen Analysten den Vorstand mit Fragen zur Geschäftsentwicklung löchern. 

Facebook habe sogar den Börsenprospekt, der bei SEC zur Zulassung eingereicht wird, selbst entworfen – eine Aufgabe, die normalerweise die konsortialführenden Banken übernehmen. 
"Wollen ein Blue Chip-Unternehmen sein"
Anfang kommenden Jahres wird es wohl soweit sein – Facebook dürfte dann den Antrag auf Notierung an der New Yorker Börse beantragen und im zweiten Quartal den Gang an die Aktienmärkte antreten. Das hatten unternehmensnahe Kreise bereits vor Wochen berichtet. Eine Bewertung von 100 Milliarden Dollar stand zuletzt im Raum.

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Doch Facebook hat bereits höhere Ziele. Nicht den kurzfristigen, als vielmehr den langfristigen Erfolg hat das Management im Auge: "Ich denke an Konzerne wie Procter&Gamble, die Ikonen sind", diktierte Facebooks COO, Sheryl Sandberg, dem Wall Street Journal. "Sie haben die Industrie verändert und existieren seit einer wirklich langen,  langen Zeit. Wir müssen noch da sein und florieren, wenn Mark alt ist", erklärt die frühere Google-Managerin ihren Anspruch.  

Facebook, das General Electric unserer Zeit?

Sandberg beschreibt Facebook als das, was Portfolio-Manager wie Warren Buffett ein Blue Chip-Unternehmen nennen: Weltkonzerne, die der Goldstandard ihrer Branche sind, die sich über Jahrzehnte etabliert haben, die die höchste Bonität aufweisen, an der Börse eine führende Rolle spielen und im entsprechenden Leitindex gelistet sind.

Global Player wie Coca Cola, General Electric und Exxon Mobile gelten etwa als klassische Blue Chips. Facebook? Frühestens in einigen Jahrzehnten kann das gerade mal acht Jahre alte Internet-Unternehmen, das bislang erst 3000 Mitarbeiter beschäftigt, einen solchen Anspruch glaubhaft untermauert haben. Es scheint, als stiegen die Ansprüche in Palo Alto, je näher der Börsengang rückt.

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