Auf- und Absteiger des Online-News-Jahres

Publishing n-tv.de, Focus Online und manager magazin online sind in der Internet-Nachrichten-Branche die größten Gewinner der vergangenen 12 Monate. Das zeigt eine Langzeit-Analyse der von MEEDIA auf Basis der IVW-Zahlen errechneten Marktanteile. Am deutlichsten verloren haben innerhalb des vergangenen Jahres hingegen Spiegel Online, FAZ.net und RP Online. Dennoch gab es vor allem oben nur wenige Absteiger: 13 der 20 größten Nachrichten-Websites bauten ihre Marktanteile 2011 aus.

Werbeanzeige

Bei einem Blick auf die IVW-Visits könnte man denken, es gäbe fast nur Gewinner. 46 der Top-50-Nachrichten-Angebote konnten im Zeitraum November 2010 bis November 2011 ihre redaktionellen Visits aus dem Inland steigern, nur RP Online, N24 Online, taz.de und der Kölner Stadt-Anzeiger Online nicht. Der Markt wächst also fast unaufhörlich. Um einen besseren Blick auf tatsächliche Gewinner und Verlierer werfen zu können, ziehen wir daher die von uns exklusiv berechneten Marktanteile heran.

Seit dem Herbst 2010 ermitteln wir die Marktanteile aus den redaktionellen Inlands-Visits aller von uns als Nachrichten-Website kategorisierten Angebote. Derzeit sind das ca. 240. Der Vorteil dieser Marktanteile zeigt sich genau in solchen Langzeit-Vergleichen, da hier klarer wird, welche Kontrahenten sich besser als der Markt, und welche schlechter als der Markt entwickeln.

Ganz klar besser als der Rest der Branche hat sich n-tv.de innerhalb der vergangenen 12 Monate entwickelt. So steigerte man seine redaktionellen Inlands-Visits von 20,5 Mio. auf 27,3 Mio. und den Marktanteil damit von 3,81% um 0,54 Prozentpunkte auf 4,35%. Kein anderes Nachrichten-Angebot gewann mehr Marktanteile hinzu. Ebenfalls deutlich verbessern konnten sich Focus Online, manager magazin online, Handelsblatt.com und das Hamburger Abendblatt.

Von den großen der Branche finden sich zudem sueddeutsche.de und Zeit Online unter den 20 größten Aufsteigern des Jahres, sie verbesserten sich um immerhin 0,18 bzw. 0,14 Marktanteilspunkte. Auf den Plätzen 11 bis 20 finden sich vornehmlich Ableger von Regionalzeitungen, ihre Marktanteilsgewinne sind angesichts des geringeren Visits-Niveau ein toller Erfolg.

Den größten Marktanteilsverlust erlitt im Wertungszeitraum Spiegel Online. Zwar verbesserten sich die Hamburger von 105,40 Mio. redaktionellen Inlands-Visits auf 114,21 Mio., doch dieses Plus ist unterdurchschnittlich und so gingen SpOn 0,49 Marktanteilspunkte abhanden. Auch dahinter folgen zwei große News-Websites: FAZ.net und RP Online gehören ebenfalls zu den Verlierern 2011.

Der Kölner-Stadt-Anzeiger und taz.de komplettieren die Flop 5, von den Großen der Branche finden sich dahinter auch noch DerWesten, stern.de und Welt Online. Deutlich zusammen gesackt sind in den vergangenen 12 Monaten zudem noows.de und News.de. Auch Marktführer Bild.de hätte zu den großen Verlierern des Jahres gehört, doch wie berichtet werden dort seit November erstmals auch die mobilen Visits mitgezählt, der Marktanteil blieb durch diesen Sondereffekt daher nahezu unverändert.

Werbeanzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Werbeanzeige

Werbeanzeige