WikiLeaks gründet eigenes Social Network

Die Enthüllungsplattform WikiLeaks will seinen Anhängern und Sympathisanten ein eigenes Netzwerk bieten, in dem sie sich austauschen und organisieren können. Die Mitglieder von "Friends of WikiLeaks" (FoWL) sollen die Enthüllungsplattform mit Spenden oder mit Öffentlichkeitsarbeit aktiv unterstützen. Durch die Vernetzung der WikiLeaks-Anhänger erhofft sich das Portal Synergien, um gemeinsam produktiv und effizient arbeiten zu können.

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Wer sich bei FoWL anmeldet, werde zunächst einmal zum Spenden aufgefordert, berichtet der Spiegel. Außerdem soll ein neues Mitglied seinen ungefähren Wohnort und seine Sprachkenntnisse angeben, damit er mit sechs FoWL-Usern aus seiner Umgebung und mit sechs weiteren Mitgliedern aus aller Welt verbunden werden kann. Momentan lägen allerdings noch nicht genügend Anmeldungen vor, um diese Funktion zu nutzen.
Auf wlfriends.org erklären die Betreiber des Netzwerkes: "Friends of WikiLeaks (FoWL) ist ein unabhängiges Netzwerk von Bewohnern des Planeten Erde die WikiLeaks verteidigen und ihre Ziele und Werte vertreten." In dem Manifest heißt es weiter: "FoWL wurde aufgebaut, um Unterstützung (sei er materieller Form, durch Öffentlichkeitsarbeit oder in anderer Form von Solidarität) jedem zukommen zu lassen, der sich aufgrund der Veröffentlichung von Informationen zur Entwicklung einer gerechteren Gesellschaft in Gefahr befindet."
Zwar wird FoWL auf der Internetseite als separates Netzwerk beschrieben, das keine Abteilung von WikiLeaks ist und diesem auch nicht untergeordnet ist, trotzdem wird man laut Spiegel als neues Mitglied mit den Worten "Mit freundlichen Grüßen, Julian Assange" begrüßt. Der WikiLeaks-Gründer muss sich derzeit in London vor Gericht verantworten. Er ist wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung angeklagt. In Maryland läuft außerdem der Prozess gegen Bradley Manning, der angeblich mehrere wichtige Dokumente der US-Geheimdienste auf Wikileaks veröffentlicht haben soll.

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