Studie: E-Mails wichtiger als Social Networks

Auch wenn sich mittlerweile fast 90 Prozent der Unter-25-Jährigen in sozialen Netzwerken bewegen: Festnetz, Mobiltelefon und E-Mails sind immer noch die meistverwendeten Kommunikationsmittel. Neun von zehn Nutzern vertrauen auf diese klassischen Medien, geht aus einer Untersuchung des Bundesverbands Digitale Wirtschaft (BVDW) hervor. „Wir erwarten hier eine wachsende Bedeutung der mobilen Endgeräte“, sagte der Vize-Vorsitzende der Fachgruppe Mobile im BVDW, Olav Waschkies.

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Soziale Netzwerke würden sich positiv auf die Nutzungsintensität auswirken. „Neue, intelligente Smartphones werden dank der Kombination aus Telefonie, E-Mail und sozialer Kommunikation gerade für die Verbraucher attraktiv“, sagte Waschkies weiter.
Für fast jeden deutschen Internetnutzer zählt das Mobiletelefon (95,3 Prozent), das Festnetztelefon (92,3 Prozent) sowie an stationären Rechnern versendete E-Mails (92,6 Prozent) zu den am meisten im privaten Bereich eingesetzten Kommunikationsmitteln. Laut der BVDW-Umfrage haben SMS und Kurznachrichtendienste für 88,2 Prozent einen festen Platz im privaten Alltag.
Bereits zwei von drei Bundesbürgern mit Internetanschluss nutzen soziale Netzwerke an stationären Rechnern zum Austausch mit Freunden und Bekannten oder zu Informationszwecken. Auch die mobile Nutzung von sozialen Netzwerken spielt für 38 Prozent eine Rolle in ihrer privaten Kommunikation. Emails über das Handy empfangen oder verschicken bereits ein Drittel, während jeder Fünfte Mikrobloggingdienste wie Twitter zur Information und Unterhaltung an stationären Rechnern nutzt (13,2 Prozent mobil).
Außerdem kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass ein Großteil der Befragten E-Mails insbesondere im privaten Bereich mobil (40 Prozent) oder stationär (38,2 Prozent) intensiv einsetzt. Nur bei 3,1 Prozent dieser Nutzer kommen mobile E-Mails aus rein beruflichen Gründen zum Einsatz (stationär 1,7 Prozent). 57 Prozent der Befragten kommunizieren mit mobilen E-Mails (stationär 60,2 Prozent) sowohl privat als auch beruflich.
Die intensive Nutzung von sozialen Netzwerken steht hierzu in einem starken Gegensatz. 81,4 Prozent kommunizieren dort ausschließlich aus privaten Gründen (mobil 76,8 Prozent). Von 18,1 Prozent der Onliner werden soziale Netzwerke über stationäre Rechner sowohl privat als auch beruflich genutzt, bei den mobilen Nutzern beträgt dieser Anteil 20,4 Prozent.
Im Vergleich zu einer BVDW-Untersuchung aus dem Juli wuchsen das Telefonieren über Mobiltelefon mit 4,8 Prozentpunkten und die Nutzung von SMS (+3,4 Prozent) am stärksten. Hingegen nimmt die Nutzungsintensität beim Instant Messaging (-3,2 Prozent) ab. Am deutlichsten verlieren Mikroblogs als Kommunikationsmittel sowohl stationär (-4,4 Prozent) als auch mobil (-11 Prozent).

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