40 Mio.: Springer „beschert“ die Samwers

Die Pressemitteilung von Springer war dürr und enthielt gerade einmal die wichtigsten Grundinformationen. Die Überschrift lautete: „Axel Springer erwirbt Mehrheit an Visual Meta GmbH“. Kein Wort davon, dass der Medienkonzern zum ersten Mal ein Startup von den Samwer-Brüdern übernahm und vor allem nicht eine Zeile über den Kaufpreis. Den liefert jetzt Deutsche-Startups.de nach. Nach Informationen des Tech-Blogs, an dem auch die Samwers beteiligt sind, kann sich der Kaufpreis auf bis zu 40 Millionen Euro belaufen.

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Die Pressemitteilung von Springer war dürr und enthielt gerade einmal die wichtigsten Grundinformationen. Die Überschrift lautete: „Axel Springer erwirbt Mehrheit an Visual Meta GmbH“. Kein Wort davon, dass der Medienkonzern zum ersten Mal ein Startup von den Samwer-Brüdern übernahm und vor allem nicht eine Zeile über den Kaufpreis. Den liefert jetzt Deutsche-Startups.de nach. Nach Informationen des Tech-Blogs, an dem auch die Samwers beteiligt sind, kann sich der Kaufpreis auf bis zu 40 Millionen Euro belaufen.

Wie bei solchen Internet-Deals üblich, gehören zum Gesamtpreis auch variable Faktoren, die erfolgsabhängig sind. So oder so. Mathias Döpfner hat für den Berliner E-Commerce- und Such-Spezialisten tief in die Tasche gegriffen. Dass Springer allerdings keine Angst vor größeren Netz-Investments hat, bewiesen sie schon im Laufe diesen Jahres mehrmals. So sollen sie alleine für KaufDa.de bis zu 25 Millionen Euro ausgegeben haben.

Den Kaufpreis für Ladenzeile wollte Springer bislang noch nicht bestätigen. Allerdings kassieren die Gründer nur einen geringeren Anteil. Insgesamt hat das Startup 19 Gesellschafter. Das größte Stück vom Kuchen hält dabei der Samwer-Inkubator Rocket Internet, der Web-Inkubator der Samwers, mit 42  Prozent. Der Klingel Versand ist mit 15 Prozent beteiligt. Bis auf Grey Corporate Investments mit sieben Prozent, liegt der Anteil aller weiteren Shareholder bei drei Prozent oder darunter.
Ladenzeile funktioniert im Grunde wie eine Meta-Suchmaschine, die aktuell 390 Shops,  24.200 Marken und 14.180.000 Produkte findet. Die Seite fungiert dabei nur wie ein Schaufenster. Wenn ein Nutzer ein Produkt kaufen will, wird er einfach auf den Anbieter-Shop weitergeleitet. Ladenzeile.de kassiert für die Verlinkung eine Provision – offenbar ein funktionierendes Geschäftsmodell. Denn Visual Meta soll bereits schon länger profitabel arbeiten.
Auf einen möglichen Harken im Geschäftsmodell weisen Deutschen-Startups.de auch noch hin. Ladenzeile.de soll sehr abhängig von Google sein. Heißt: Ändert die Suchmaschine ihren Algorithmus, was immer wieder passiert, kann es sein, dass das Shopping-Portal einen kräftigen Besucherrückgang hinnehmen muss.

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