Peta muss Anti-Wiesenhof-Spiel löschen

Die Tierschutzorganisation Peta muss ihr Anti-Wiesenhof-Spiel aus dem Netz entfernen. Darin konnten Nutzer Wiesenhof-Chef Paul-Heinz Wesjohann als virtuelles Huhn vollkoten. Dem Landgericht Oldenburg ging das zu weit. Die Richter sehen es als erwiesen an, dass der Chicken-Shit neben einer Beleidigung eine persönliche Herabwürdigung darstelle und daher Persönlichkeitsrechte verletze. Peta kam der Anordnung nach und entgeht so einem Ordnungsgeld von bis zu 250.000 Euro.

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Die Tierschutzorganisation Peta muss ihr Anti-Wiesenhof-Spiel aus dem Netz entfernen. Darin konnten Nutzer Wiesenhof-Chef Paul-Heinz Wesjohann als virtuelles Huhn vollkoten. Dem Landgericht Oldenburg ging das zu weit. Die Richter sehen es als erwiesen an, dass der Chicken-Shit neben einer Beleidigung eine persönliche Herabwürdigung darstelle und daher Persönlichkeitsrechte verletze. Peta kam der Anordnung nach und entgeht so einem Ordnungsgeld von bis zu 250.000 Euro.
Es handele sich um Schmähkritik, die auf eine persönliche Diffamierung des Gründers der PHW-Gruppe abziele, teilten die Richter mit. Im schlimmsten Fall hätte den Tierschützern sogar eine Ordnungshaft von bis zu sechs Monaten gedroht, hätten sie das Spiel nicht entfernt.
Peta hat den Chicken-Shit bereits aus dem Netz gelöscht. "Dieses Game ist aus rechtlichen Gründen derzeit nicht zu erreichen", heißt es auf der Website.
"Wir werden Rechtsmittel gegen den Beschluss des Landgerichts Oldenburg einlegen", sagte Peta Deutschlands stellvertretender Vorsitzender Edmund Haferbeck zu MEEDIA. "Die Richter haben den satirischen Ansatz des Spiels in ihrer Erklärung erkannt, was zeigt, dass sie nicht grundsätzlich ein Problem damit haben. Nur die Möglichkeit, Herrn Wesjohann anzukoten, ging ihnen zu weit."
Dass das Spiel nichts mit einer Auseinandersetzung in der Sache zu tun habe, sondern nur auf eine persönliche Diffamierung abziele, wollte Haferbeck nicht gelten lassen. "Das ist falsch. Im Spiel verweisen wir auf unsere Website mit Informationen zum Wiesenhof-Skandal."
Zum Schluss sagte der 54-Jährige noch: "Wir haben das Thema Wiesenhof wieder in die Medien gebracht. Das war unser Ziel." Nach Meinung der Richter schoss die Wahl der Mittel jedoch übers Ziel hinaus.

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dpa

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