Unitymedia darf Kabel BW übernehmen

Unter strengen Auflagen hat das Bundeskartellamt der Übernahme des Kabelnetzbetreibers Kabel Baden-Württemberg durch die Unitymedia-Muttergesellschaft Liberty Global Europe Holding zugestimmt. Der neue Besitzer muss jedoch unter anderem ein außerordentliches Kündigungsrecht zugestehen und auf die Verschlüsselung digitaler, frei empfangbarer Fernsehkanäle verzichten, berichtet Digitalfernsehen.

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"Die Freigabe konnte nur aufgrund von weitreichenden Zusagen der Unternehmen erteilt werden", erklärte Bundeskartellamts-Präsident Andreas Mundt. Die Behörde sehe die Chance für mehr Wettbewerb auf den Kabelmärkten. "Durch die Verpflichtung, große langfristige Verträge mit der Wohnungswirtschaft zu öffnen und weitere vertragliche Rechte sowie die Grundverschlüsselung digitaler Free-TV-Programme aufzugeben, werden die negativen Auswirkungen des Zusammenschlusses kompensiert", so Mundt weiter.
Bereits seit Frühjahr verhandeln Liberty, Kabel BW und das Bundeskartellamt über die Übernahme. Der Deal ist 3,16 Milliarden Euro schwer. Damit baut US-Medienmogul John Malone seinen Einfluss in Deutschland aus, denn mit dem Kauf wird sein Unternehmen sieben Millionen Kunden erreichen.

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