Regionalzeitungen wollen an Markenartikler

Die größten Verlage Deutschlands wollen gemeinsame Sache machen: Um Markenartikler gezielter ansprechen zu können, soll eine gemeinsame Anzeigenvermarktung her. Daran beteiligen wollen sich die WAZ-Gruppe, die Südwestdeutsche Medien Holding, die Mediengruppe DuMont Schauberg, die Verlagsgruppe Madsack, die Rheinische Post, die Verlagsgruppe Rhein Main und die Mediengruppe Pressedruck Augsburg. Vorrangig soll es um Print und Online gehen, aber auch der Prospektmarkt wäre eine Option.

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Wie Harald Wahls von der WAZ-Mediengruppe gegenüber Horizont erklärt, will die Vermarktungsallianz vorrangig eine crossmediale Strategie verfolgen, um sich sowohl online als auch im Printbereich besser aufzustellen. Allerdings seien aber auch andere Märkte interessant. So wären auch Prospekte, Anzeigenblätter und Radiowerbung denkbar.

Den nötigen Impuls für die verlagsübergreifende Kooperation habe ein Treffen Geschäftsführer bei der vergangenen Tagung des Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) gegeben. Man hätte beisammengestanden und beschlossen, die nationale Vermarktung anzugehen, so Wahls gegenüber Horizont.

Auf dem ambitionierten Projekt dürften große Hoffnungen ruhen. Denn die Erlöse der Zeitungen sind weitestgehend rückläufig. Gleichzeitig wünschen sich wichtige Prospektkunden, wie etwa Lidl oder Aldi, einen zentralen Ansprechpartner. Wie wichtig das Prospektgeschäft ist, zeigten nicht zuletzt große Investments der Axel Springer AG in den Online-Prospekte-Vertreiber KaufDA.

Bis Januar sollen erste Vorschläge ausgearbeitet werden, berichtet Werben & Verkaufen. Dafür sollen auch Gespräche mit dem Radiovermarkter RMS anberaumt werden. Im Sommer hatte Geschäftsführer Sven Holsten erklärt, die Vermarktungsorganisation Nielsen Ballungsraum Zeitungen (NBRZ) zum nationalen Vermarkter für 40 Verlage zu machen.

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