Nexons Fehlstart wirft Schatten auf Zynga-IPO

Zwei Tage vor Zyngas großem Börsendebüt an der Wall Street wollte der koreanische Konkurrent Nexon dem US-Online-Spiele-Anbieter die Show stehlen. Das hat so gar nicht funktioniert: Der größte Börsengang des Jahres am Tokioter Aktienmarkt ging nach hinten los – Anteilsscheine von Nexon schlossen unter dem Ausgabekurs. Trotzdem floss den Koreanern ein Milliardenerlös zu. Die Vorzeichen für Zyngas eigenes IPO haben sich damit weiter eingetrübt – nicht zuletzt aufgrund des schlechten Börsenklimas.

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Es sollte  ein echter Coup werden: Zwei Tage vor Zyngas großem Börsendebüt an der Wall Street wollte der koreanische Konkurrent Nexon dem US-Online-Spiele-Anbieter die Show stehlen. Das hat so gar nicht funktioniert: Der größte Börsengang des Jahres am Tokioter Aktienmarkt ging nach hinten los – Anteilsscheine von Nexon schlossen unter dem Ausgabekurs. Trotzdem floss den Koreanern ein Milliardenerlös zu. Die Vorzeichen für Zyngas eigenes IPO haben sich damit weiter eingetrübt – nicht zuletzt aufgrund des schlechten Börsenklimas.

Der Schuss ging nach hinten los: Erster sein und die Messlatte für Online-Spiele-Anbieter an der Börse setzen, das wollte das koreanische Unternehmen Nexon, das gestern – und damit zwei Tage vor dem großen Rivalen Zynga – an den Aktienmärkten debütierte.

Doch was LinkedIn, Yandex, Groupon oder sogar Jive gelang, war Nexon-Aktionären nicht vergönnt: Kein Kursexplosion zu Handelsstart, keine zweistelligen Kursgewinne zu Handelsschluss – tatsächlich sogar: Verluste! Bei 1300 Yen ging der Anbieter von Online-Rollenspielen wie "MapleStory" gestern in Tokio an die Börse. Am Ende blieb der Kursticker jedoch nur bei 1270 Yen stehen – ein Minus von 2,5 Prozent.

Nexons verpatzer Börsengang – bereits vier Prozent unter Ausgabekurs
Das klingt nicht dramatisch, ist aber doch ziemlich bemerkenswert, schließlich handelte es sich bei Nexons Börsengang um den größten IPO  in Japan 2011 – der 1994 gegründete Online-Spiele Riese, der über eine Heerschar von 77 Millionen Nutzern verfügt, spülte durch die Emission mehr eine Milliarde Dollar in die Kassen.

Doch auch der zweiten Handelstag  begann erneut im negativen Terrain: Vor einer Stunde eröffnete Nexon erneut zwei Prozent schwächer an der Tokioter Börse. Aktionäre, die die Nexon-Aktie zur Emission gezeichnet haben, liegen damit schon überraschende vier Prozent hinten.

Nexon schwaches Debüt kalte Dusche für Zynga
"Nexons schwaches Börsendebüt spiegelt den Unwillen der Investoren zu investieren wider", wird der Analyst  Fumiyuki Nakanishi von SMBC Friend Securities zitiert – "das ist eine kalte Dusche für das ganze Marktsegment."
Und damit in erster Linie für den US-Rivalen Zynga, der am Freitagnachmittag an der Wall Street debütieren möchte. Der Anbieter von Online-Spielen wie "FarmVille" und "MafiaWars" hatte seine angestrebte Börsenbewertung im Vorfeld bereits deutlich gesenkt. Heute nach Handelsschluss wird Zynga seinen Ausgabekurs festlegen. Listing an der Nasdaq ist für Freitagnachmittag deutscher Zeit geplant. 

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