Bambi 2011: Burdas Social-Media-Rakete

Wenn Aufmerksamkeit die einzige Kennzahl wäre, mit der man den Erfolg eines Events bewertet, müsste man die letzte Bambi-Verleihung als Mega-Erfolg werten. Denn alleine die Diskussion um den Integrations-Bambi für Bushido beschäftigte den Boulevard wochenlang. Neben der Debatte um den geläuterten Rüpel-Rapper entwickelte sich die einst als spießig abgetane Preisverleihung zum echten Großereignis im Social-Web. Erstmals verrät Burda seine beeindruckenden Zahlen zum Bambi-Erfolg bei Facebook, Twitter & Co.

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Wenn Aufmerksamkeit die einzige Kennzahl wäre, mit der man den Erfolg eines Events bewertet, müsste man die letzte Bambi-Verleihung als Mega-Erfolg werten. Denn alleine die Diskussion um den Integrations-Bambi für Bushido beschäftigte den Boulevard wochenlang. Neben der Debatte um den geläuterten Rüpel-Rapper entwickelte sich die einst als spießig abgetane Preisverleihung zum echten Großereignis im Social-Web. Erstmals verrät Burda seine beeindruckenden Zahlen zum Bambi-Erfolg bei Facebook, Twitter & Co.

Für die Klatschseiten in den Zeitungen und die People-Magazine im Fernsehen gehört der Bambi schon seit Jahrzehnten zu den Top-Ereignissen. Doch dass der Burda-Preis auch in Social Networks, auf Videoplattformen und in Kurznachrichtendiensten für ein gehöriges Aufsehen sorgt, ist neu und ein klares Zeichen für den beschleunigten Medienwandel, dem auch so traditionelle Events wie die Verleihung des goldenen Rehkitz‘ unterworfen sind.

Die Bambi-Facebook-Seite

Allerdings ist in diesem Fall der Bambi nicht Opfer der neuen Medien, sondern eher ein Web-2.0-Gewinner. Denn die Strategie der Organisatoren, massiv auf Social Media zu setzen, ging in diesem Jahr auf. Mit Hilfe von YouTube, Facebook und Twitter wollte Burda vor allem eine jüngere Zielgruppe ansprechen und neue Seiten der Verleihung zeigen. Dies ist beides wohl gelungen. So zeigte beispielsweise der Livestream vom roten Teppich und die Backstage-Berichte via Facebook und YouTube das Event von einer neuen Seite.

Als viraler Turbo entpuppte sich in Burdas Social-Media-Strategie der "Miss Bambi Contest", bei dem die Facebook-Community das Mädchen wählte, das Justin Bieber seinen Bambi überreichen durfte. Insgesamt bewarben sich 1500 Girls, für die über 150.000 Stimmen gezählt wurden.

Auch durch die Bushido-Diskussion erreichte die Facebook-Seite erstaunliche Zahlen. So wurden rund vier Millionen Beitragsaufrufe gezählt, was einer Steigerung von 66.110 Prozent bedeutet. Gar um 160.500 Prozent steigerten sich die Feedbacks zu den Beiträgen auf insgesamt 22.484.

Der Bambi räumte in diesem Jahr aber auch bei Twitter ab. So enthielt die Liste der Top-Themen am Tag der Verleihung um 21 Uhr gleich mehrere Schlagworte wie "#bushido", "Welcome To Germany Bieber" oder "Bambi Awards". Nach der Veranstaltung folgten über 6.200 Nutzer (mittlerweile über 8.900) dem Rehkitz bei Twitter. Das entspricht einer Steigerung der Follower-Zahlen von 3200 Prozent innerhalb von drei Wochen.

Die Social-Media-Erfahrungen von Burda decken sich mit den Ergebnissen einer neuen Fischerappelt-Studie, nach der die Nutzer bei Facebook vor allem exklusiven Content haben wollen. So wurde der Livestream von Roten Teppich 104.000 Mal angesehen. Das Erstaunliche dabei: Etwa die Hälfte der Abrufe stammte aus dem Ausland.

Der YouTube-Channel des Events

Aber auch andere exklusive Inhalte entwickelten sich zu einem Renner. So sprachen die Organisatoren hinter der Bühne sowohl mit Bushido, wie auch mit seinen schärfsten Kritikern, dem Pop-Duo Rosenstolz. Beide Interviews schnitten die Münchner zu einem Video zusammen. Mit 132.000 Abrufen ist es die absoluten Nummer eins im Bambi-YouTube-Channel. Insgesamt wurden die Clips vom Event über 250.000 Mal angesehen.

Generell gaben sich die Organisatoren die größte Mühe, mit dem Streit um den Rapper eine möglichst neutrale Position einzunehmen und die Diskussion via Facebook und Twitter zu moderieren, anstatt sich selbst zum Gegenstand der Kritik zu machen.

Ob ohne den Bushido-Hype die Zahlen ähnlich hoch geworden wären ist Spekulation. Fest steht allerdings, dass der Bambi bei Facebook innerhalb kurzer Zeit über 56.500 Fans sammelte. Das bedeutet eine Steigerung von 807 Prozent in zwei Monaten. Die Goldene Kamera, das große Konkurrenz-Event von Springer hat zur Zeit lediglich knapp 500 Freunde.

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